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Inklusion: Jeden Tag ein bisschen besser

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Auf einem langen Weg sieht sich Erdings Inklusionsreferent Walter Rauscher. Sein Fazit: Die Stadt ist an vielen Stellen bereits behindertengerecht. Aber es gibt immer noch eine Menge zu tun.

Erding – Vor drei Jahren trat CSU-Stadtrat Walter Rauscher das neu geschaffene Amt des Inklusionsreferenten an. Nach 2014 zog er am Sonntag bei der Stadtrats-CSU im Wirtshaus Kreuzeder eine zweite Bilanz. Und in der konnte Rauscher schon allerhand Fortschritte vorweisen.

Das Bildungsangebot bezeichnete er als gut und weit gefächert. So gebe es mit der Grundschule am Grünen Markt und der Montessori-Schule zwei Inklusionseinrichtungen. Hinzu kämen die St.-Nikolaus-Schule des Landkreises und die Werkstätten der Lebenshilfe.

In diesem Zusammenhang betonte Rauscher, dass bei allen baulichen Maßnahmen auf Barrierefreiheit geachtet werde. Demnächst wird das die Mittelschule am Lodererplatz sowie die neue Mensa in Altenerding-Süd betreffen. „Im Rathaus fängt die Barrierefreiheit bereits bei den Bebauungsplänen an“, so Rauscher. Sein Appell: „Auch wer privat baut, sollte daran denken, dass er eines Tages auf eine behindertengerechte Wohnung angewiesen sein könnte.“

Rauscher sagte, er sei froh, dass das neue Rathaus an der Landshuter Straße 4 nicht im Alt-, sondern in einem Neubau untergebracht werde. „So lässt sich absolute Barrierefreiheit verwirklichen.“

Das bestehende Rathaus sei zuletzt erheblich in diese Richtung ausgebaut worden. Rauscher nannte unter anderem den neuen rückwärtigen Eingang, das Behinderten-WC im Erdgeschoss, den sprechenden Fahrstuhl mit Blindenschrift sowie Führungslinien am Boden.

Am Kronthaler Weiher steht Behinderten ab 20. Mai ein Zugang zum Wasser offen. Die Wasserwacht, versprach Rauscher, werde Hilfestellung geben. Aufgrund der starken Pegelschwankungen habe sich ein leicht geneigter Steg nicht realisieren lassen. Rauscher sagte, er ringe weiter um eine technische Lösung: einen Hublifter mit 2,50 Meter Höhe. „Leider findet sich bislang niemand, der das technisch hinbekommt“, bedauerte der CSU-Stadtrat.

Erheblich gestiegen sei die Zahl behindertengerechter Parkplätze und WCs im Stadtgebiet. Rauscher betonte in diesem Zusammenhang das Prinzip der Dezentralität.

Allerdings gebe es auch Stellen, an denen Verbesserungsbedarf bestehe. „Wer sich ans Rathaus wendet, kann in aller Regel mit schneller Abhilfe rechnen“, versprach Rauscher. Als Beispiel nannte er eine zu hohe Bordsteinkante ausgerechnet am Behindertenparkplatz vor dem Rathaus. Rauscher: „Wir haben sie abschleifen lassen.“

Der Vater eines körperbehinderten Mädchens, der zum Stammtisch gekommen war, mahnte an, auch die Querung von Nebenstraßen für Rollstühle und Rollatoren zu erleichtern. Das sicherte Rauscher zu. CSU-Stadt- und Kreisrat Thomas Bauer merkte dazu an: „So etwas kann und darf nicht an der Städtebauförderung für historische Zentren scheitern.“

Zur Inklusion gehört für Rauscher auch die gleichberechtigte Teilhabe aller in allen Bereichen. „Es freut mich, dass etwa die Homepage der Stadt mittlerweile selbst für Blinde nutzbar ist.“

Um die Inklusion noch besser in Erding zu verwurzeln, kann sich Rauscher einen Arbeitskreis und einen hauptamtlichen Beauftragten vorstellen. „Bisher findet viel parallel statt. Angebote und Maßnahmen müssen vernetzt werden.“ Denkbar seien auch eigene Angebote im Rahmen der Aktion Ferienspaß.

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