Brückendrama in Genua - Weitere Todesopfer - Neunjähriges Mädchen und seine Eltern geborgen

Brückendrama in Genua - Weitere Todesopfer - Neunjähriges Mädchen und seine Eltern geborgen
+

Interessengemeinschaft Ardeo 

Konzepte für vier verkaufsoffene Sonntage

  • schließen

Ein halbes Jahr nach der Neuaufstellung der Interessengemeinschaft Ardeo gibt es viele Pläne für 2018, das 25. Jahr seit der Gründung 1993. Dem neuen Vorstand ist vor allem eines wichtig: die breite Beteiligung möglichst vieler Mitglieder.

Von Hans Moritz

Erding – Im April haben Wolfgang Kraus und Florian Gänger die Händler-Gemeinschaft Ardeo übernommen und gleich erste Veranstaltungen gestemmt. Nun hat eine interne Aussprache stattgefunden. Sie zeigt: Ardeo will künftig mit einer noch deutlicheren Stimme sprechen und sich für eine belebte, bunte Einkaufsstadt Erding einsetzen.

Maximal vier verkaufsoffene Sonntage darf es in Erding pro Jahr geben. 2018 könnte das Kontingent wieder ausgeschöpft werden, denn Ardeo kann dem Stadtrat vier Konzepte vorlegen. Für Kraus ist der Kirchweihmarkt im Oktober eine feste Größe. Hier präsentieren sich unter anderem der Trachtenverein und die Stadtkapelle.

Die anderen drei Vorschläge sind laut Kraus „echte Innovationen“. „Wir denken über einen Tag des Ehrenamts, einen Tag der Mobilität und einen Tag der Kreativen nach“, sagt er unserer Zeitung. Ziel sei, dass sich möglichst viele beteiligen könnten, darunter auch Firmen und Verbände, die im bestehenden Veranstaltungskalender eher keine Plattform gefunden hätten.

Die Verknüpfung mit den Fierantenmärkten ist für Kraus kein Muss. Grundsätzlich hält er die verkaufsoffenen Sonntage zwar für die „Königsdisziplin“, aber man dürfe sich nicht nur darauf konzentrieren. „Das wäre zu kurz gesprungen“, ist der Geschäftsmann überzeugt. Die vier Vorschläge wird Ardeo dem Stadtrat unterbreiten.

Zu Politik und Verwaltung sucht der Vorstand den kurzen Draht. Nach der Wahl hätten Gespräche mit den Fraktionen stattgefunden. „Es gibt sehr unterschiedliche Erwartungen und Forderungen an uns“, berichtet Kraus. Umgekehrt bietet sich Ardeo an, als Stimme der Wirtschaft zu sprechen, vor allem beim Thema Innenstadt.

Dass das funktioniert, beweist Kraus mit einem Kompromiss über den Taxi-Stand während des Christkindlmarkts. Ursprünglich, so der Ardeo-Chef, habe das Ordnungsamt acht Stellplätze zwischen Drogerie Müller und der Sparkasse sperren wollen. Das löste bei den Geschäften in diesem Bereich Proteste aus. Die Taxis warten nun in der Langen Zeile. Kraus berichtet, „wir hätten uns allenfalls drei, vier Plätze vorstellen können, aber nicht so viele“. Er habe die Situation während der Testphase beobachtet: „Die acht Plätze wurden so gut wie nie benötigt.“

In der gerade wieder beerdigten Frage nach einer Fußgängerzone in der Innenstadt will Kraus nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Einen Probebetrieb im Sommer zwischen Samstag- und Sonntagabend hätte er sich vorstellen können, grundsätzlich sei er aber dagegen – wegen der Anlieger, des ausgelagerten Verkehrs und der nicht mehr mit dem Auto erreichbaren Geschäfte. Er ist überzeugt: „Für eine so große Fußgängerzone ist Erding zu klein.“

Doch was wollen die rund 100 Mitglieder? Kraus berichtet von einer Umfrage. An erster Stelle stehe der Wunsch nach gemeinsamen Aktionen, etwa Motto- oder Thementage. Ardeo, so Kraus weiter, könnte sich zu einer Art Werbegemeinschaft entwickeln, die gemeinsam Marketing, Aktionen und Anzeigen aufzieht. Dem Vorsitzenden schwebt ein neues Logo vor., „Erdings bunte Häuser“ bekam in der Versammlung eine Mehrheit. „Dieser Slogan drückt so viel aus, die in der Tat bunten Häusern oder das große Sortiment.“

Die Mitglieder sehen in Ardeo auch ein Sprachrohr in Richtung Politik. Nicht zuletzt bestehe Wunsch nach einer Vernetzung. „Viele wissen gar nicht, wie groß die Vielfalt unserer Mitglieder ist und wie man sich gegenseitig helfen kann“, sagt Kraus, der von dem Image wegwill, „dass wir nur die Interessen der Innenstadt vertreten“. Tatsächlich spreche man „für die gesamte Geschäftswelt, für Handel ebenso wie für Dienstleister und öffentliche Einrichtungen“.

Auch die Kunden hat Ardeo befragt. Kraus ist erfreut, „dass Erding als kleine, übersichtliche, freundliche, aber facettenreiche Stadt wahrgenommen wird“. Kritisiert würden der viele Verkehr, der Lärm und das Parkangebot.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Protokollant, Wahlhelfer, Flitterwochenretter
Vor 40 Jahren wurden persönliche Daten noch mit der Schreibmaschine auf Karteikarten festgehalten und Grundsteuern in bar kassiert. Seither hat sich viel geändert. In …
Protokollant, Wahlhelfer, Flitterwochenretter
Eibachs Feuerwehrkommandant ist dreifacher Bierkönig
Johann Attenhauser aus Eibach ist Bierkönig 2018 beim Dorfener Volksfest. Der Eibacher Feuerwehrkommandant holte damit den Titel zum dritten Mal.
Eibachs Feuerwehrkommandant ist dreifacher Bierkönig
Golfturnier bringt 4150 Euro an Spenden
Der Verein „Hand in Hand“ hat bei einem Wohltätigkeits-Golfturnier 4150 Euro an Spendengelder gesammelt.
Golfturnier bringt 4150 Euro an Spenden
Hofers Herzenswärme
Worte und Bilder, die von Herzen kommen: Sie finden sich im neuen Büchlein „#herzwärts“ von Wolfgang Hofer. Auch seine Ehefrau Susanne hat daran mitgearbeitet.
Hofers Herzenswärme

Kommentare