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Der Tiermaler und seine große Liebe: Franz Xaver Stahl mit Gattin Margarete im Garten.

internationaler Museumstag 

Hier ist Geschichte erlebbar

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Gleich drei Anlaufstellen für Kulturinteressierte gibt es am Internationalen Museumstag in Erding. Der kommende Sonntag steht ganz im Zeichen der Geschichte.

Erding– Im Museum Erding an der Prielmayerstraße steht am Sonntag, 21. Mai, die Sonderausstellung „Garnisonstadt Erding – Wehrmacht. Amerikaner. Bundeswehr. Warteraum Asyl. Konversion. 80 Jahre Fliegerhorst Erding“ im Mittelpunkt. Zudem werden ab 11 Uhr historische Militärfahrzeuge der US-Armee und der Bundeswehr gezeigt und ein Autocorso (12 und 14 Uhr) durch die Altstadt angeboten. Neben einem VW 181, Borgward, Mungo und Unimog der Bundeswehr sind Jeep, Dodge und ein Jimmy-Lkw der US-Streitkräfte zu sehen. Bei Regen entfällt der Corso.

Für Kinder gibt es eine Mal-Ecke. Die Musik besorgen der Isentaler Schalmeien-Express von 12 bis 13 Uhr und das Finalis-Streichquartett der Kreismusikschule (13.30 bis 15 Uhr). Um 15 Uhr bietet Rudolf L. Reiter eine Führung durch seine Sammlung an. Außerdem spricht er zum Thema „Vier Stufen der Genesis: Feuer, Wasser, Erde, Luft“. Im Museums-Café gibt es selbst gebackene Kuchen sowie faire Schokoladen- und Kaffeespezialitäten. Der Eintritt ist frei.

Im Franz Xaver Stahl Museum, Landshuter Straße 31, hat Leiterin Dr. Heike Kronseder die Sonderausstellung „Lebensspuren Franz Xaver Stahls“ zusammengestellt. Damit folgt sie dem Motto „Spurensuche – Mut zur Verantwortung“, unter dem der Internationale Museumstag steht.

Stahls Lebensspuren

Von 14 bis 17 Uhr kann man durch die Räume des einstigen Wohnhauses des berühmten Tiermalers (1901-1977) gehen und in den Vitrinen Dokumente aus dem Archiv zu verschiedenen Lebensabschnitten Stahls betrachten. Zusätzlich präsentiert Kronseder aus dem Depot bisher nicht öffentlich gezeigte Kunstwerke. Im Obergeschoß finden Führungen statt. Bei schönem Wetter werden Kuchen und Erfrischungen im Garten serviert. Um 15 Uhr beginnt für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren eine Spurensuche im Künstlergarten (Dauer: 15 Minuten). Eintritt und Führungen sind kostenfrei. Wer an anderen Tagen die Ausstellung besuchen will, kann eine Führung unter Tel. (0 81 22) 4 08-1 60 buchen.

Der Landkreis Erding beteiligt sich mit seinem Freilichtmuseum, Taufkirchener Straße 24. Dort wird in Form von 14 verlagerten Baudenkmälern die historische bäuerliche Wirtschafts- und Lebensweise im 18. und 19. Jahrhundert vorgestellt.

Kräuter und Sensen

Im Mittelpunkt des rund zwei Hektar großen Areals steht eine Hofanlage aus Rindbach (Gemeinde St. Wolfgang). Das älteste Gebäude ist ein zweigeschossiger Getreidekasten aus dem Jahre 1581 aus Niederneuching. Ferner können Schmiede, Kapelle, Gartenhaus, Kegelbahn, Schuppen, Torfhütte und Backofen sowie landwirtschaftliche Arbeitsgeräte besichtigt werden.

Von 10 bis 17 Uhr ist das Freilichtmuseum geöffnet, der Eintritt ist frei. Um 11 und 15 Uhr erzählt Kreisfachberater Michael Klinger Wissenswertes zu Kräutern im und um den Bauerngarten. Auch Wildkräuter und ihre Verwendung in der Küche werden vorgestellt. Zudem gibt Klinger Tipps zu Pflanzenschutz und Sortenwahl. Gerne können Bürger kranke Pflanzenteile aus ihrem Garten mitbringen. Zwischen kostenlosen Führungen um 12, 14 und 16 Uhr steht um 13 Uhr ein Sensenkurs auf dem Programm. Gartenpfleger Martin Geisberger bringt den Besuchern die alte Kunst des Sensens näher. Und die Bürger können es gleich selbst ausprobieren.

Den ganzen Tag über bietet der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege zum Thema Kräuter kostenloses Infomaterial an.

Wichtig für das leibliche Wohl: Das Museumscafé öffnet bereits um 12 Uhr und bietet neben Kaffee und Kuchen auch herzhafte Schmankerl an.

von Gabi Zierz

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