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Comedian Rick Kavanian ist heute Abend in der Stadthalle Erding zu Gast.

Interview mit Rick Kavanian

„Die Dinge im Leben nicht so ernst nehmen“

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Erding - Er will zurück zu seinen Wurzeln. Doch das ist nicht nur heimatbezogen. Wie sieht sich der 44-Jährige selbst? Als Comedian, Schauspieler, Synchronsprecher, Alleinunterhalter oder ist’s die bunte Mischung? Wir sprachen vorab mit ihm.

In „Offroad“ geht es um die vermeintlich wichtigen Dinge des Lebens. Was spielt in Ihrem Leben die Hauptrolle?

Rick Kavanian: Wichtig ist für mich, mich nicht mehr so hetzen zu lassen. Einfach gelassener zu werden. Das hat nichts mit Überheblichkeit oder Ignoranz zu tun. Sondern einfach damit, seine Umwelt intensiver wahrzunehmen und sich mehr Gedanken zu machen. Das beginnt schon mit kleinen Dingen. Habe ich beispielsweise um vier Uhr einen Termin, versuche ich, schon um halb vier da zu sein. Das tut mir einfach gut. Wenn ein Autofahrer hinter mir ganz dicht auffährt, denke ich oft, „Rick, du fährst zu langsam.“ Jetzt lasse ich ihn einfach vorbei. Die Dinge im Leben nicht so ernst zu nehmen, das ist die große Kunst.

Möchten Sie diese neue Gelassenheit auch Ihrem Publikum vermitteln? Und lernen die Zuschauer in „Offroad“ auch eine persönliche und nicht nur die komische Seite von Rick Kavanian kennen?

Kavanian: Das ist eine gute Frage. Ich stehe bestimmt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger da. Denn ich will mein Publikum unterhalten. Es soll von vorne bis hinten was zu lachen bekommen, aber die Gäste sind schon sehr nahe an mir dran. Es kann sich auch ein Dialog, eine Improvisation und manchmal auch ein stiller Moment ergeben.

Schauspieler, Synchronsprecher, Silbenverdreher – In welcher Rolle fühlen Sie sich am wohlsten?

Kavanian: Das ist alles ein Teil von mir. Die Kombination macht’s. Ich versuche jede Situation mit meinen Fähigkeiten darzustellen.

Wie entstehen Ihre Ideen und die Charaktere?

Kavanian: Der Urknall ist die Beobachtung. Alle Figuren, die ich auf der Bühne erzähle, die gibt es. Dimitri beispielsweise ist ein alter Studienfreund, mit dem ich Basketball gespielt habe. Er ist sehr optimistisch und ein guter Ideengeber. Ich kann mich nicht hinsetzen und ein Programm schreiben. Vieles geht über Sprachen und Dialekte. Ich hatte neulich eine Situation beobachtet, bei der eine russische Nanny das Kind an den wahrscheinlich alleinerziehenden Vater übergeben hat. Dabei fiel das Wort „angekotzt“. So lang gezogen und betont – das funktioniert nur in dieser Sprache. Da war das ganze russische Drama drin: Tschechov, Tolstoi …

Die Klugscheißer mit Monika Gruber und Bruno Jonas waren ein voller Erfolg. Könnten Sie sich vorstellen, noch einmal mit den beiden zusammen zu arbeiten?

Kavanian: Natürlich! Ich kannte vorher beide nicht persönlich, doch dann ist mir echt das Herz aufgegangen. Das war eine tolle Kombination. Wir haben auch privat eine schöne Lebenszeit verbracht. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Moni heute vorbeischauen würde.

Restkarten gibt es an der Abendkasse.

 

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