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Hochwasserschutz 

Itzlinger Graben: Big Packs für den Ernstfall

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Erding – Die Stadt Erding ist gegen ein mögliches Hochwasser gut gerüstet. Das betont Feuerwehrreferent Hans Schmidmayer.

Hunderttausende Euro hat die Stadt Erding in den vergangenen Monaten in die Schutzausrüstung der Feuerwehren im Falle eines Hochwassers investiert. „Das ist einmalig in Bayern“, erklärte Dritter Bürgermeister Hans Schmidmayer (SPD) beim Sommergespräch seiner Partei. Als Feuerwehrreferent hat er vor allem ein Auge auf das technische Gerät, das die drei Wehren Erding, Altenerding und Langengeisling nun im Ernstfall einsetzen können. „Alles, was 2013 über lange Zeit zum Einsatz kam und beispielsweise vom Technischen Hilfswerk mitgebracht wurde, ist beschafft worden“, betont Schmidmayer. Die Pumpen, Schläuche und Säcke seien modular einsetzbar, falls es wieder zu ähnlichen Vorkommnissen komme. Sein Dank galt hier nochmals Kreisbrandmeister Christian Seifert, der dafür hunderte Stunden investiert und alle drei Feuerwehren eingewiesen habe.

Wie berichtet, sieht das Hochwasserkonzept unter anderem ein riesiges Rückhaltebecken und einen Damm bei Niederwörth vor, „um das Wasser bei Hochwasser-Spitzen aufzuhalten“, so Schmidmayer. Wichtige Alternativen sind für ihn aber auch Auflächen entlang der Sempt im Süden Erdings, um gezielte Übertritte zu ermöglichen. Das Gleiche gelte für die westliche Seite von Langengeisling. Dazu sei eine Renaturierung des Flusses notwendig. So könnten möglicherweise auch die die Sempt begleitenden Mauern vermieden werden.

Während das Wasserwirtschaftsamt für die Sempt und den Fehlbach zuständig ist, hat die Stadt die Gräben in ihrer Verantwortung, die alle in Sempt oder Fehlbach fließen. Zu ihnen gehört auch der Itzlinger Graben. Bei diesem könne im Ernstfall bereits heute ohne großen Aufwand ein Rückhaltebereich geschaffen werden, sagte Schmidmayer. Er sprach von einem Bollwerk im Süden der B 388. So genannte Big Packs, das sind ein Kubikmeter große, bis zu drei Tonnen schwere Sandsäcke, könnten mit Ladekränen in den Itzlinger Graben gesetzt werden und so dessen Durchfluss unter der B 388 stark drosseln oder gar stoppen. „Hier können wir schnell regieren, wenn nach Wolkenbrüchen oder Platzregen in kurzer Zeit gewaltige Wassermassen entstehen“, so Schmidmayer.

Was ihm und seinen SPD-Stadtratskollegen wichtig ist: eine enge Abstimmung mit der Nachbargemeinde Wörth, deren Bürger das geplante Rückhaltebecken bei Niederwörth bekanntlich kritisch sehen. Das wurde bei einer Infoveranstaltung Mitte Juli deutlich. „Das sind umfassende Aufgaben: Sie müssen wir miteinander, nicht gegeneinander lösen“, sagte SPD-Fraktionssprecher Horst Schmidt dazu.

Im Oktober will das Wasserwirtschaftsamt das Hochwasserkonzept den Bürgern in Erding vorstellen.

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