McDonalds unterstützt urbane Sportarten wie Skateboarding.
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Es wird keine Skateranlage in Erding geben. Sehr wohl aber ein BMX-Trail, bei dem auch die Radsportler des TSV Erding eingebunden werden sollen. Symbolbild.

SPD-Anträge im Stadtrat – Kletthamer Freizeitgelände wird eingezäunt, Altenerdinger Laufbahn erneuert

Ja zu BMX-Trail, Nein zu Skateranlage

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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In Erding stehen Investitionen für Sport- und Freizeitflächen an. Das Sempt-Stadion braucht eine neue Tartanbahn, der Kletthamer Sportplatz wird eingezäunt und in Erding soll ein BMX-Trail entstehen.

Erding – Im Sepp-Brenninger-Stadion in Altenerding muss die Laufbahn saniert werden. Darüber wunderte sich in den Haushaltsberatungen so mancher Stadtrat, schließlich ist die blaue Bahn erst vor neun Jahren eingebaut worden. Während 2021 dafür rund 30 000 Euro an Planungskosten eingeplant sind, soll die Sanierung selbst 2022 erfolgen. 600 000 Euro sind dafür angesetzt.

Hans Balbach (Erding Jetzt) erklärte, dass die Firma, die die Laufbahn einst eingebaut habe, mittlerweile pleite sei und offenbar nicht zufriedenstellend gearbeitet hatte. „Gott sei Dank ist sie weg vom Markt“, so Balbach. Die Sanierung sei notwendig, „und sie muss auch nicht unbedingt blau sein“, meinte er und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Aktiv werden muss die Stadt auch am Kletthamer Sport- und Freizeitgelände. Es wird eingezäunt. Kostenansatz: 50 000 Euro. Bei einem Ortstermin sei nicht nur die Vermüllung offensichtlich geworden, sondern auch Beschädigungen der Tribüne, so OB Max Gotz (CSU). Zudem würden Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einfach auf dem Rasen liegen lassen. „Ich bedaure es sehr, dass wir die freie Anlage einzäunen müssen“, sagte Gotz.

Dafür könnte es in absehbarer Zeit einen BMX- und Mountainbike-Trail in Erding geben. Dies hatte die SPD beantragt. Im Haushalt 2021 sind dafür 5000 Euro Planungskosten eingestellt. Außerdem soll die Radsportabteilung des TSV Erding eingebunden werden, die sich so einen Trail schon lange wünscht.

Keine Mehrheit bekam die SPD dagegen für ihren Antrag auf eine weitere Skateranlage in Erding und Soccer-Käfige in den Stadtteilen. Die Notwendigkeit sah Sportreferentin Janine Krzizok (CSU) angesichts von 15 Bolzplätzen im Stadtgebiet nicht. Stadtbaumeister Sebastian Henrich zählte gar 26 Fußballplätze auf, „die jederzeit bespielbar sind“.

Alexander Gutwill (SPD) hielt dagegen, die Bolzplätze seien zum Teil in schlechtem Zustand und hätten nur ein Tor. Stefan Grabrucker (SPD) betonte, man könne einen Soccer-Käfig nicht mit einem Bolzplatz vergleichen.

OB Gotz war angesichts der Haftungsfrage und potenziellen Unfallgefahr skeptisch. Er hätte gerne einen Paten für die Skateranlage, der sich dann auch darum kümmere, wie der Jugendtreff in Altenerding. Außerdem sei dies eine freiwillige Leistung. Angesichts des Sparzwangs fragte er: „Muss man das heuer machen? Wir haben schon ein extrem starkes Angebot.“

Die Skateranlage wurde mit 11:25 Stimmen abgelehnt, für die Soccer-Käfige konnte sich außer Grabrucker und Gutwill kein Stadtrat begeistern.

Gabi Zierz

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