Kein Feuerwerk in Erdings Altstadt wird es heuer an Silvester geben.
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Kein Feuerwerk in Erdings Altstadt wird es heuer an Silvester geben.

Verbot von Feuerwerk in der Altstadt

Erding: Lasershow statt Silvesterböller

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Erding - Die Stadt Erding hat zum bevorstehenden Jahreswechsel das Abbrennen von Feuerwehrskörpern aller Art untersagt. Das Verbot gilt für den gesamten Innenstadtbereich.

Wichtige Neuerung für Silvester und Neujahr in der Erdinger Innenstadt: Per Allgemeinverfügung untersagt die Stadt an beiden Tagen das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern wie Raketen, Schwärmern, Knallkörpern, Batterien und ähnlichem. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes werden an Silvester ab 18 Uhr Taschen kontrollieren und Besucher der Innenstadt über das Feuerwerk-Verbot informieren. Das kündigt Stadtsprecher Christian Wanninger an.

Alternativ zum nicht ungefährlichen und umweltschädlichen Böllern organisiert die Stadt zum Jahreswechsel am Schrannenplatz einen großen Countdown und eine Lasershow. In Zusammenarbeit mit der Tanzwelt Erding findet zudem ein „Tanz ins neue Jahr“ statt. Dazu bleibt die Bühne des Christkindlmarkts stehen.

Das Böllerverbot gilt im gesamten Altstadtbereich, der von den Straßen Am Herzoggraben und Am Mühlgraben umgeben wird und insbesondere die Haager Straße ab der Einmündung Bachingerstraße, die Landshuter Straße, die Friedrich-Fischer-Straße, die Lange Zeile, den Schrannenplatz, den Kleinen Platz und alle angrenzenden Nebenstraßen umfasst.

Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrats hatte das Böllerverbot am 21. November beschlossen, nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen war, weil Besucher der Innenstadt in oft angetrunkenem Zustand Feuerwerkskörper fahrlässig zündeten (wir berichteten). Darüber hinaus können die Pyro-Artikel bei unsachgemäßem Gebrauch leicht Brände auslösen. „Gerade die denkmalgeschützte, historische Baustruktur der Altstadt ist Brandgefahren in besonderem Maße ausgesetzt“, schreibt Wanninger. Auch der Umweltgedanke spielte bei dem Beschluss eine Rolle.

Diesen rückt auch die Kreisgruppe des Bund Naturschutz in den Fokus. Sie begrüßt das Verbot – auch angesichts des vielerorts mit Vehemenz geforderten Klimaschutzes und mit Blick auf die vielen Wild- und Haustiere, die sich zu Tode ängstigen. „Es geht auch ohne Böllern“, sagt BN-Kreisvorsitzende Gabriele Betzmeir: „Fackeln und Feuerschalen schaffen ebenfalls eine feierliche Stimmung. Und wer gar nicht auf die Knallerei verzichten möchte, kann trotzdem etwas tun. Feiert zusammen. Wenn sich Nachbarn zusammentun, spart man Feinstaub, Geld – und der Spaß verdoppelt sich.“

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