Straßensperren an der Fehlbach-Brücke 

Jetzt gibt’s die ersten Strafanzeigen

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Erding - Wer die Straßensperre an der Fehlbach-Brücke ignoriert, muss künftig mit einer Anzeige und Verwarngeld rechnen. So will die Stadt uneinsichtige Autofahrer erziehen.

Seit die Freisinger Straße auf Höhe der maroden Fehlbach-Brücke gesperrt ist, ist es auf den anderen Straßen in der Innenstadt noch voller. Zwei Ampeln sollen dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss wenigstens einigermaßen gewährleistet ist. Die eine steht an der Münchener/Ecke Krankenhausstraße. An ihr stauen sich die Autos vor allem zu den Hauptverkehrszeiten gewaltig. Die andere Lichtzeichenanlage ist Am Gries an der Einmündung in die Anton-Bruckner-Straße installiert worden. Sie soll vor allem den Stadtbussen das Einbiegen erleichtern.

Das Problem: Die Ampel befindet sich in sehr geringer Entfernung zwischen den beiden bestehenden Anlagen an der Abzweigung Johann-Sebastian-Bach-Straße und Landshuter Straße. Diese können aber nicht mit ihr gekoppelt werden, weil sie dafür erst aufwändig technisch ausgerüstet werden müssten. Darauf hatte Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) wiederholt hingewiesen.

Während sich die meisten Autofahrer inzwischen an die Umleitungen gewöhnt haben, gibt es immer noch einige, die die Sperre ignorieren. Sie biegen vom Gries oder der Langen Zeile kommend auf die Freisinger Straße ein und müssen dort dann mühevoll wenden. Gleiches kann auf auf der Freisinger Straße stadteinwärts beobachtet werden. Dort ist die Durchfahrt zur Krankenhausstraße nicht möglich, nur die Zufahrt bis zum Supermarkt gewährleistet.

Wiederholt haben die Stadträte über die Sperrung und die Uneinsichtigkeit der Autofahrer diskutiert. Zuletzt hatte Petra Bauernfeind (Freie Wähler) angeregt, ob man die Baustelle nicht besser sichern könne, um das Durchfahren der Krankenhausstraße zu unterbinden. Sie hatte Autofahrer dabei beobachtet, wie sie die Sperren einfach ingnorierten und sich durch den nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebenen Durchlass zwängten.

OB Gotz hat für solch ein Verhalten kein Verständnis. „Die Verkehrszeichen werden höflichst ignorniert“, stellte er fest. Es sei schon erstaunlich, was sich manche Autofahrer erlauben. Auch einige Kommentare zur Straßensperre in sozialen Medien stoßen dem Stadtchef sauer auf. Er sprach von „geistigem Unrat, der dazu verbreitet wird“.

Der Bitte Bauernfeinds, den Durchlass umzugestalten, kann die Stadt nicht nachkommen, sagte Gotz. „Wir müssen dieses Nadelöhr wegen der Rettungswege möglichst unkompliziert freihalten“. Allerdings liefen jetzt erste Anzeigen gegen uneinsichtige Autofahrer. Auch gegen jene, die die Freisinger Straße als Parkplatz missbrauchen. Verwarngelder würden ausgesprochen. „Vielleicht hilft’s was“, so der OB.

Bekanntlich muss die marode Fehlbach-Brücke abgerissen und erneuert werden. Sie ist deshalb bis ins nächste Jahr hinein komplett gesperrt. Gerade werden die Spartenleitungen demontiert.

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