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JU-Chef Numberger: "Wer Mehrheiten will, muss die menschen mitnehmen"

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Christian Numberger
Der JU-Ortschef gingmit der Landesregierunghart ins Gericht.
Christian Numberger Der JU-Ortschef gingmit der Landesregierunghart ins Gericht.

Erding - Gegen die Politikverdrossenheit der Bürger anzugehen, forderte Christian Numberger beim traditionellen Stehempfang der Jungen Union am Sonntag in Erding.

Beim Erdinger Weißbräu versammelten sich die Honoratioren der CSU am Sonntag zum Stehempfang ihrer Nachwuchsorganisation, darunter Max Lehmer (MdB), Landtagsabgeordneter Jakob Schwimmer, Festredner und Sponsor der Veranstaltung, sowie Bürgermeister Max Gotz.

Die Landesregierung habe die Chance eines Jahres ohne Wahlkampf nicht genutzt, sondern sich rückwärts entwickelt, kritisierte JU-Ortsvorsitzender Numberger. „Viele Menschen verstehen nicht, warum die Politik mal so, mal so handelt“, beklagte er. Die Aufklärung des Landesbank-Desasters sei zu einem Parteiengezänk verkommen, die Olympia-Bewerbung stoße in der breiten Masse auf Skepsis, und um den Bau der A 94 herrsche nach drei Jahrzehnten zwar Klarheit, der Vorwurf, dass sie gegen den Willen der Bevölkerung gebaut wird, werde jedoch bleiben. „Wer aber Mehrheiten will, muss die Menschen mitnehmen“, betonte Numberger. Nicht zuletzt Stuttgart 21 und der Rücktritt vom Atomausstieg zeigten, dass die Politik umdenken müsse.

Lob gab es für Bürgermeister Gotz, „der das, was wir in der großen Politik vermissen, in der Stadt umsetzt“, so Numberger. Als Beispiel nannte er die Einbindung der Bürger in die Planung der Nordumfahrung und wünschte sich, dass es bei der Revitalisierung des Stadtparks ebenso gehandhabt werde.

Kämpferisch und gelassener zugleich will Jakob Schwimmer die CSU sehen. Gelassen bei Themen wie Feinstaubbelastung und Ozonloch, auf die hektisch reagiert werde, die sich jedoch nicht so dramatisch entwickeln würden. Kämpferisch aber gegen die Darstellung der CSU durch die Opposition. Bei den Steuererleichterungen mache man, etwa mit der Absetzbarkeit der Krankenkassenbeiträge, zwar kleine Schritte, aber es werde mehr Netto vom Brutto geben.

„Der Süden leuchtet“, zitierte Schwimmer und führte einen ausgeglichenen bayerischen Haushalt, nahezu Vollbeschäftigung, eine hohe Investitionsquote und ein hervorragendes Bildungssystem an. „Dies verdanken wir den Bürgern“, betonte er, „aber auch der CSU“. Dennoch musste Schwimmer Numberger Recht geben, dass „die Stimmung gegen die politische Klasse noch nie so schlecht war wie jetzt“.

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