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Kraftvolle Melodien und gefühlvolle Texte präsentierten Nick und June in gemütlicher Atmosphäre im Sonic. 

Jugend- und Kulturhaus Sonic

Premiere für die Wohnzimmerkonzerte

Erding – Es war das Debüt für ein neues Format im Jugend- und Kulturhaus Sonic in Erding: Die „Wohnzimmerkonzerte“ sollen in dieser Form noch öfter stattfinden.

Dazu haben die Organisatoren für „Nick und June“ aus Nürnberg den Cafébereich mit Wohnzimmeratmosphäre versehen, hatten etwas Kuchen bereit gestellt und die Sessel zu einer nicht vorhandenen Bühne hin ausgerichtet.

Alles war etwas sparsam, vor allem die Beleuchtungstechnik. Nur bei diesem Duo aus Franken wurde nicht gespart: Kraftvolle Melodien, gefühlvolle Texte, und zwei junge Künstler, die noch öfter kommen dürfen. Denn nicht nur das Format war neu, sondern für die beiden Multi-Instrumentalisten war es der erste Auftritt in der Herzogstadt, und sie fühlten sich wohl. „Die Zweistelligkeit ist locker erreicht“, witzelte Nick nach einem Blick in die Zuhörerrunde, die in der Tat überschaubar war. Aber so viele Sessel blieben gar nicht leer. Es gibt in dem Café, so wie es eingerichtet war, nicht viel mehr Platz. June wurde sogar noch deutlicher: Es sei das kleinste Auditorium bei allen bisherigen Konzerten. Aber die beiden nutzten das als Chance, kamen hinter ihren Instrumenten hervor, sangen und spielten A Cappella, was die Brillanz der Gesangstimme vor allem Junes erst richtig deutlich werden ließ.

Seit vier Jahren spielen die beiden als Duo, arbeiten gerade an ihrer zweiten CD, die Ende März auf den Markt kommen soll. Sie schreiben die Songs alle selbst.

Über viele Gesangspassagen wurde deutlich, wie viel die beiden üben: Das Zusammenspiel war absolut professionell. Wunderbare, selbst geschriebene Balladen, gepaart mit liebevoll neu interpretierten alten Songs, machten das rund 100-minütige Programm aus, bei dem die beiden auf eine Pause verzichteten. June erwies sich dabei als regelrecht multitaskingfähig: Konzentriert beim Gesang, die eine Hand am Keyboard, die andere am Metallophon, das war einfach gekonnt. „Das fordert schon einiges“, gab sie hernach zu. Zwischendurch griff sie sogar zum Banjo und zur Mundharmonika.

Nick war für die Saiteninstrumente und die sparsame Percussion zuständig. Das Publikum war dankbar. Es genoss den direkten Kontakt zu den beiden Künstlern, die unter anderem Straßenmusik machen, aber auch, verstärkt durch einen Schlagzeuger und eine Bassistin, zuweilen größere Säle füllen.

Unter dem Strich war es ein gelungener Start in eine neue Konzertreihe der gemütlichen Art. 

Klaus Kuhn

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