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Der längste Einsatz ihres Lebens

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Von: Hans Moritz

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Initiatoren der 48-Stunden-Aktion (v. l.): Florian Mösl, Daniela und Martin Kowalski, Kreisbrandrat Willi Vogl und Sandra Schumertl.
Initiatoren der 48-Stunden-Aktion (v. l.): Florian Mösl, Daniela und Martin Kowalski, Kreisbrandrat Willi Vogl und Sandra Schumertl. © Jugendfeuerwehr Landkreis Erding

Für rund 150 Jugendfeuerwehrler beginnt an diesem Samstag ein ganz besonderer Einsatz.

Landkreis/St. Wolfgang – Es wird nicht nur der längste ihrer noch jungen Karriere sein, sondern auch ihr nachhaltigster – ein Dienst an der Gesellschaft, der zeigt, dass die Ehrenamtlichen mehr drauf haben, als Brände zu löschen und Menschen in Not zu helfen. Zugleich ist es eine Werbeaktion für die Jugendfeuerwehr.

Die Kreisjugendfeuerwehr hat einen 48-Stunden-Projektmarathon organisiert, der sieben Aktionen, über den gesamten Landkreis verteilt, beinhaltet. Ersonnen wurden die Ideen gemeinsam mit den Bürgermeistern. Initiatoren sind Kreisjugendwart Martin Kowalski aus Isen und seine Stellvertreterin Sandra Schumertl aus Hörlkofen. Sie war in Österreich auf die Idee gestoßen und hatte sie ins Erdinger Land importiert.

Die Jugendfeuerwehr Finsing baut bis Sonntagabend zwei Bücherkisten – eine am Spielplatz am Neufinsinger Rathaus und eine am Spielplatz in Finsing. Hier sollen vor allem junge Leseratten kostenlos und anonym Literatur tauschen können.

Die Kameraden aus Isen werden die alte Linde im Ortskern herrichten und damit ein Denkmal pflegen, das vor über 1000 Jahren zur Gründung des Marktes gepflanzt worden war.

Die Jugendfeuerwehr Schwindkirchen wird im Waldkindergarten aktiv, wird dort einen Tisch mit Bank bauen, dafür einen Platz pflastern, Beerensträucher anpflanzen und mit einem Zaun schützen, einen Weg aus Rindenmulch anlegen und ein Schild zur Erkennung der Waldhasen-Gruppe entwerfen und aufstellen.

Die Feuerwehrjugend aus Maria Thalheim, Fraunberg und Reichenkirchen möchte das alte Jagdhaus der Gemeinde Fraunberg aufhübschen und den alten Taubenkobel erneuern.

Als Schreiner betätigt sich der Feuerwehrnachwuchs aus St. Wolfgang. Er baut Sitzgarnituren aus Holz, die am Kindergarten und Seniorenheim in St. Wolfgang aufgestellt werden.

In Hörlkofen entsteht ein Insektenhotel am Dorfweiher. Auch die Jugendfeuerwehr Eitting betreibt Nachhaltigkeit am eigenen Feuerwehrhaus – indem sie drei Apfelbäume pflanzt. Die Jugendlichen sollen so den Umgang mit Lebensmitteln lernen und die Natur wertschätzen.

Jugendwarte und Kommandanten waren bereits fleißig: Sie haben mit den Bürgermeistern nicht nur die Aktionen entwickelt, sondern auch Übernachtung, Verpflegung, Material und Maschinen organisiert.

Über die Sommerferien wird eine Jury die besten Projekte ermitteln. Die Siegerehrung wird am 15. Oktober im Rahmen des Kreisfeuerwehrtags in St. Wolfgang stattfinden. Dem Gewinner winken 500 Euro für die Jugendkasse.

Die Nachwuchsfeuerwehrler erfuhren erst am Freitagnachmittag, welches Projekt sie anpacken. Jeder Teilnehmer erhielt dazu ein T-Shirt, zugleich eine Erinnerung an ein ganz außergewöhnliches Engagement.

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