Die 25 Kandidaten fürs erste Jugendparlament der Stadt Erding mit Bürgermeister Max Gotz bei der Nominierung am Freitag in der Stadthalle. Foto: ham
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Die 25 Kandidaten fürs erste Jugendparlament der Stadt Erding mit Bürgermeister Max Gotz bei der Nominierung am Freitag in der Stadthalle. Foto: ham

Jugendparlament nimmt erste große Hürde

Erding - Der Wahl des ersten Erdinger Jugendparlaments steht nichts mehr im Wege. 120 Jugendliche kamen zur Nominierungsveranstaltung in die Stadthalle. 25 von ihnen stellen sich in zwei Wochen zur Wahl.

„Wie viele Bewerber werden es wohl werden?“ Diese Frage trieb Hubert Sandtner, Jugendreferent des Stadtrates, Bürgermeister Max Gotz und Bartholomäus Aiglstorfer von der Stadtverwaltung die vergangenen Tage um. Am Mittwoch dann Entwarnung: Die Mindestzahl von 13 Kandidaten - so viele Köpfe soll die Vertretung zählen - war beisammen. 25 junge Damen und Herren präsentierten sich dann am Freitagabend in der Stadthalle. Das Gros besucht erwartungsgemäß Realschule und Gymnasium. Aber auch die Hauptschüler haben vom 11. bis 17. Oktober die Möglichkeit, ihresgleichen ins Jugendparlament zu schicken. Dass Integration in Erding funktioniert, dafür stehen die Bewerber mit Migrationshintergrund. Die Mehrheit der Bewerber ist weiblich, und fast alle sind bereits an ihren Schulen aktiv, sei es als Klassen- oder Schulsprecher, als Tutoren oder als Mitglieder des Schulsanitätsteams.

Selbstbewusst stellten sie sich am Freitag den rund 120 Altersgenossen vor. Alle betonten, dass sie die Chance nutzen wollten, endlich an der Gestaltung des öffentlichen Lebens in ihrer Heimatstadt aktiv teilhaben zu können und angehört zu werden. Konkrete Forderungen waren noch nicht zu hören, der Elan war jedoch spürbar.

Sehr zur Freude von Gotz, der in seiner Begrüßung bekannte: „Ich freue mich sehr über das große Interesse, das Interesse am Jugendparlament, am Geschehen in der Stadt und an der Mitgestaltung.“ Sein Dank galt dem Verein JuginED und vor allem Christiane „Kiki“ Kickum, die die Idee seit Jahren am Leben erhalten und ihr nun endlich zum Durchbruch verholfen habe. Die Organisatorin der Tage der Toleranz verriet am Rande der Veranstaltung, dass sie von allen Schulen größtmögliche Unterstützung erhalten habe.

Gotz versicherte, der Stadtrat werde immer ein offenes Ohr haben und den Forderungen aus dem Jugendparlament so weit wie möglich entgegen zu kommen. „Natürlich können nicht alle gewinnen. Die, die nicht gewählt werden, sollten das als Chance und nicht als Niederlage begreifen.“ Ein Ziel des Parlaments sei, Demokratie zu lernen. „Es wird genauso darum gehen, das Miteinander zu lernen sowie das Bemühen, für eine Sache zu kämpfen.“

Gewählt wird ab 11. Oktober eine Woche lang an den Schulen, aber auch im Rathaus, im Frauenkircherl und in den Jugendzentren. Das Ergebnis wird am Montag, 18. Oktober, feststehen.

Die Kandidaten: Feyza Altinisik (14 Jahre), Raphael Bauer (16), Oliver Bock (16), Felix Bohrisch (14), Loredana Colletta (19), Stefanie Fischer (18), Daniela Frassek (15), Sophie Große (17), Bianca Heidinger (14), Michael Heil (19), Jill Horseman (15), Jonas Ismail (16), Laura Kastl (17), Nadja Kranzeder (17), Lisa Lorenz (16), Marc Rogalski (15), Maria Scharlach (19), Severin Schulten (16), Svenja Tikovsky (16), Florian Weishaupt (17), Tuba Yildirimci (18), Arjeta Ajdini (15), Julia Löwenberg (17), Patrizia Wiesbeck (18) und Anna-Paloma Wimmer (16).

(Hans Moritz)

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