Richard Greulwird heute im Liebfrauendom in sein neues Amt eingeführt.Nachwuchs bleibt „oberste Priorität“

Jugend weiterhin an erster Stelle

Jugendpfarrer jetzt auch Domvikar

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Große Ehre für Diözesanjugendpfarrer Richard Greul. Der 41-jährige Langengeislinger ist zum Domvikar ernannt worden. Heute wird er bei einer feierlichen Messe im Münchner Liebfrauendom zusammen mit dem weiteren neuen Domvikar Monsignore Alexander Hoffmann in sein zusätzliches Amt eingeführt

Langengeisling– Greul freut sich sehr über die Ernennung. „Ich stehe für die Jugend“, beschreibt der 41-Jährige kurz und knapp seinen Aufgabenbereich. „Als Domvikar treffe ich regelmäßig die Verantwortlichen in der Diözese und kann die Themen der Jugend jetzt direkt anbringen.“

Domvikare nehmen liturgische Verpflichtungen in der Domkirche und Aufgaben in der Diözesanverwaltung wahr. In München gibt es sechs Domvikare, neben den beiden neuen sind das Domorganist Monsignore Hans Leitner, der Diözesan- und Landespräses des Kolpingwerks, Monsignore Christoph Huber, der Vizeoffizial des Erzbistums, Peter Förster, sowie der Schulseelsorger an den Erzbischöflichen Tagesheimschulen Pullach, Manfred Maurer.

Die Domvikare unterstützen das Domkapitel, zu dem in München zehn Domkapitulare, der Dompropst und der Domdekan zählen, und das auch als Beratungsgremium des Erzbischofs wirkt. Das Domkapitel schlägt Domvikare vor, der Erzbischof ernennt diese dann.

Diözesanjugendpfarrer Greul ist seit 2017 Leiter des Erzbischöflichen Jugendamtes und Präses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum. Zuvor war er Landjugendpfarrer bei der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) München und Freising sowie Jugendpfarrer an den Katholischen Jugendstellen Freising und Landshut. 2010 wurde der Langengeislinger in Freising zum Priester geweiht.

Domvikare sind nicht nur beratend tätig. Greul, der sein Büro in München hat und auch in der Landeshauptstadt wohnt, ist jetzt unter anderem regelmäßig bei den täglichen Gottesdiensten (17.30 Uhr) im Liebfrauendom in München dabei. „Und ich darf auch den einen oder anderen Gottesdienst übernehmen“, erzählt er stolz. Monatlich gibt es zudem eine große Kapitelmesse. „Nachher wird gemeinsam gefrühstückt und sich in Gesprächen ausgetauscht, was sehr wichtig ist, denn hier treffen sich die Entscheidungsträger.“

Seine Aufgabe als Diözesanjugendpfarrer werde nicht beeinträchtigt, betont der 41-Jährige: „Die Aufgabe als Domvikar kommt halt jetzt dazu.“ Inwieweit Greul weiterhin im Landkreis so präsent ist wie bisher, das wisse er noch nicht. „Ich muss erst meinen Weg finden“, erklärt der Geislinger.

„Natürlich darf ich zum Beispiel bei Hochfesten beim Erzbischof mit dabei sein, aber ich möchte nach wie vor so oft es geht im Landkreis aktiv sein und meine Mitbrüder unterstützen.“ Und eins ist für Greul ganz klar: „Oberste Priorität hat nach wie vor die Jugend.“

Nachwuchs bleibt „oberste Priorität“

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