Kaffeefahrt-Abzocke verhindert

Dachau/Erding/Freising - Gleich mehrere Verkaufsveranstaltungen, bei denen ältere Menschen abgezockt werden sollten, haben Landratsämter und Polizei aus Freising, Erding und Dachau gemeinsam verhindert.

Jede Menge Nahrungsergänzungsmittel und Waschmittel sollten bei Verkaufsveranstaltungen im Rahmen von so genannten Kaffeefahrten im Bereich Indersdorf an den Mann gebracht werden. Doch weil sich einige der angeschriebenen „Gewinner“ an die Polizei gewandt hatten, kontrollierten Mitarbeiter der Landratsämter Dachau, Freising und Erding zusammen mit der Polizei regelmäßig Reisebusse. Darunter war auch das Fahrzeug eines Augsburger Reiseunternehmers, das bereits kürzlich in Zusammenhang mit solchen Kaffeefahrten aufgefallen war.

Die Befragung der Busfahrer bestätigte die Annahme der Ordnungshüter, dass auch diese Fahrten in illegal durchgeführten Verkaufsveranstaltungen geendet hätten. Dort, so sind sich die Behörden sicher, wären den meist betagten Herrschaften unter anderem Nahrungsergänzungsmittel, Haushaltsgeräte und Salben zu weit überteuerten Preisen mit allen möglichen Tricks regelrecht aufgedrängt worden. Nach intensiver Aufklärung über die wahren Hintergründe verzichteten die Senioren auf die Weiterfahrt und wurden von den Busfahrern wieder nach Hause gebracht.

Im Bereich Indersdorf sollten vier Veranstaltungen abgehalten werden. Eine fand mit 32 Teilnehmern Ende Oktober statt, drei weitere wurden durch die Buskontrolle verhindert. So wurde auch die zunächst geplante Einstiegsstelle in Petershausen gar nicht mehr angefahren.

Die beiden zuständigen Verkaufsleiter aus Norddeutschland sind einschlägig bekannt. Das Landratsamt Dachau leitet nun ein Bußgeldverfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit ein, da die gewerbliche Veranstaltung nicht genehmigt war, wie Irene Peter-Konwitschny vom Ordnungsamt erklärte.

„Ein paar der Angeschriebenen erliegen immer der Verlockung eines kostenlosen Gewinns, wir müssen aber dringend davor warnen“, so der Dachauer Polizeisprecher Michael Richter. Wer Post von dubiosen Firmen erhält, kann sich an Polizei oder Landratsamt wenden - „oder den Brief einfach in den Mülleimer werfen“, rät Richter. (sue)

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