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Zugeparkt sind die Straßen rund um den Kronthaler Weiher. Dabei ist das Schild fürs absolute Halteverbot nicht zu übersehen.

Kronthaler Weiher 

Kaum ein Mittel gegen Park-Chaos

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Erding - Es war zu erwarten: Der neu gestaltete Kronthaler Weiher lockt die Badegäste zu tausenden an. Und viele von ihnen parken, wo sie wollen.

Hunderte ausgewiesene Parkplätze gibt es am Kronthaler Weiher. Doch für den Ansturm an Badegästen, die jetzt in den Ferien und am Wochenende das neu gestaltete Erholungsgebiet stürmen, reichen sie bei weitem nicht aus. Die motorisierten Besucher, viele von weiter her, weichen gerne auf die Zufahrtsstraßen und in die Freisinger Siedlung aus. Rücksicht auf Rettungswege nehmen die wenigsten. Schilder, die ein absolutes Halteverbot ausweisen, werden ignoriert.

Sollte es zu einem Notfall am Weiher kommen, sehen die Rettungskräfte kaum ein Durchkommen. So geschehen am vergangenen Sonntagnachmittag, als zwei Jugendliche vermisst wurden und die Wasserwacht Großalarm auslöste. Die Burschen tauchten wohlbehalten wieder auf.

„Die Parkplätze sind zwar großzügig, aber wenn’s Wetter schön ist, sind sie halt voll“, sagt Anton Altmann, Leiter der Polizeiinspektion Erding. Regelmäßig würden Streifenwagen-Besatzungen vor Ort sein und auch Strafzettel ausstellen. Abgeschleppt worden ist bislang noch niemand. „Das ist eine Abwägungssache“, sagt Altmann. Seiner Ansicht nach, reichen Halteverbotsschilder alleine nicht aus. Er hält Abplankungen im Bereich der Rettungswege für sinnvoll. Diese müsste die Stadt anbringen. „Dann können die Autos nicht auf die Böschung fahren.“ Wer seinen Wagen dennoch dort abstelle, handle mutwillig.

Auch im Rathaus ist das Problem bekannt. Die Situation sei unbefriedigend, so Stadtsprecher Christian Wanninger. Er stellt aber klar: „Wir können nicht das gesamte Ordnungsamt am Wochenende hinschicken.“ Auch wenn die Stadt die Verkehrsüberwacher auf sieben Personen aufgestockt habe.

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