Kein Durchkommen: Feuerwehr Erding kritisiert disziplinlose Markt-Fieranten

Erding - Hoch her ging’s am Kirchweih-Marktsonntag in Erding. Die Freiwillige Feuerwehr Erding sieht diesen Trubel mit Skepsis, denn im Ernstfall ist für sie kein Durchkommen.

Feuerwehr-Referent Hans Schmidmayer (SPD) schlug am Dienstagabend im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrates Alarm: „So schlimm wie am Sonntag war die Situation noch nie. Es war auf der Langen Zeile, dem Kleinen Platz und dem Schrannenplatz keine Zufahrt mehr“. Im Notfall wäre ein Einsatz nicht möglich gewesen. Schmidmayer hatte sich vor Ort ein Bild gemacht und war entsetzt: „Die Fieranten haben ihre Fahrzeuge diesmal völlig unüblich hinter den Ständen abgestellt.“ Selbst Zugänge zu Hydranten im Boden seien zugeparkt oder zugestellt gewesen. „Wir müssen uns grundsätzlich etwas überlegen“, forderte Schmidmayer.

Max Gotz (CSU) pflichtete ihm bei, betonte aber auch: „Wir können nicht den ganzen Tag überall alles überwachen.“ Sein Vorschlag: Vor dem nächsten Markt Ende November werden Handzettel an die Fieranten mit der Androhnung verteilt, dass sie das nächste Mal nicht mehr dabei sind, wenn sie sich nicht an ihre Standbereiche halten. Am Nachmittag werde er dies gemeinsam mit Schmidmayer kontrollieren.

Willi Scheib (SPD), selbst Anwohner der Innenstadt, berichtete, dass die Fieranten am Sonntagmorgen durchaus von der Stadt kontrolliert würden. Da stünden sie auch noch vorschriftsmäßig. „Dann setzt aber eine Bewegung ein und die Stände breiten sich aus.“ Außerdem ist ihm aufgefallen, dass „fast keiner eine ladungsfähige Adresse an seinem Stand hat“. (zie)

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