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Im August ist die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Erding nur leicht gestiegen - um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent (Symbolbild).

Arbeitslosenquote steigt nur leicht auf 2,5 Prozent – 227 Azubis starten heute im Handwerk

Keine Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Erding im August nur leicht angestiegen - auf 2,5 Prozent.

Erding – Der August 2021 bescherte dem Bezirk der Agentur für Arbeit Freising eine positive Bilanz auf dem Arbeitsmarkt. Denn trotz Beginn der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Erding, Dachau, Ebersberg und Freising nur leicht angestiegen.

Im Landkreis Erding erhöhte sich einer Pressemitteilung zufolge demnach die Zahl der Arbeitslosen im August auf 2096 Personen. Das waren 81 Frauen und Männer mehr als im Juli, aber 386 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg leicht um 0,1 Prozentpunkte auf einen Wert von 2,5 Prozent an. Im August vor einem Jahr lag die Quote bei 2,9 Prozent, im August 2019 – dem Jahr vor der Corona-Pandemie – bei 1,9 Prozent.

Beim Arbeitgeber-Service der Erdinger Arbeitsagentur meldeten die Unternehmen im August 249 neu zu besetzende Arbeitsstellen. Damit befanden sich insgesamt 893 offene Arbeitsangebote im Stellenpool der Agentur für Arbeit.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahrs am 1. Oktober 2020 meldeten die Unternehmen der Erdinger Arbeitsagentur insgesamt 735 offene Lehrstellen im Landkreis – 98 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon waren im August noch 274 Stellen unbesetzt. Seit vorigem Herbst machten sich 527 Jugendliche mithilfe der Berufsberatung auf die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz, 33 weniger im Vergleich zum Vorjahr. Davon hatten im August 62 junge Leute noch nicht die passende Stelle gefunden.

227 Azubis starten am 1. September in einem Handwerksbetrieb ins neue Lehrjahr

Wie die Handwerkskammer für München und Oberbayern mitteilt, starten im Landkreis Erding 227 Azubis in einem Handwerksbetrieb ins neue Lehrjahr, das am heutigen 1. September beginnt. Vergangenes Jahr wurden von der Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt 217 neue Ausbildungsverträge registriert. Das Handwerk in der Region bleibe damit ein wichtiger Ausbilder: 2020 lag der Anteil der Auszubildenden, die einen Handwerksberuf erlernen, bei 43 Prozent.

„Unsere Handwerksbetriebe bieten allen interessierten jungen Leuten eine Perspektive in einem der rund 130 Ausbildungsberufe“, betont Kreishandwerksmeister Rudolf Waxenberger. Und Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl ergänzt: „Der qualifizierte Nachwuchs sichert mittel- und langfristig den Fortbestand der Betriebe und damit die wirtschaftliche Vielfalt in der Region. Gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker werden bei der Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, wie beispielsweise dem Klimaschutz, eine wichtige Rolle spielen.“

Nach einem Jahr nahezu ohne Ausbildungsmessen und Veranstaltungen zur Berufsorientierung sei die individuelle Beratung junger Menschen wichtiger denn je. Die Handwerkskammer sowie Innungen und Fachverbände stehen Schülern und Eltern beratend zur Seite. Waxenberger und Peteranderl erwarten gerade heuer eine starke Nachvermittlung im Herbst und sichern zu: „Lehrverträge können auch noch weit nach dem Beginn des Ausbildungsjahres geschlossen werden.“

In diesem Jahr wurden nach Angaben der Handwerkskammer die meisten Ausbildungsverträge im Handwerk im Landkreis Erding bislang in den Berufen Elektroniker/in, Kraftfahrzeugmechatroniker/in und Feinwerkmechaniker/in geschlossen.

vam

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