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Kreishandwerksmeister als Dozent: Rund ums Hausbauen drehte sich die Vorlesung an der Kinder-Uni mit Rudi Waxenberger.

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Vom Bauplan bis zum Garten: Hausbau kinderleicht erklärt

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Die Antworten auf viele Fragen rund um den Hausbau erfuhren die Teilnehmer der Kinder-Uni von Kreishandwerksmeister Rudi Waxenberger.

Erding – Mit Bauklötzen oder Legosteinen dürften die meisten Kinder schon einmal ein Haus gebaut haben. Stein auf Stein zu setzen, ist auch kein so schlechter Anfang, wenn man ein richtiges Haus bauen will. Doch wo darf man überhaupt ein Haus bauen? Wie kommen die Elektroleitungen in die Zimmer? Und wie kommt das Dach aufs Gebäude? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Hausbau erfuhren die Teilnehmer der Kinder-Uni von Kreishandwerksmeister Rudi Waxenberger.

„Mit Häusern aus Lego habe ich auch mal angefangen“, erzählte der Erdinger Bauunternehmer den kleinen Studenten. Inzwischen baut er freilich richtige Häuser. Doch das gehe nicht überall, wo es einem gerade gefalle: „Dafür gibt es Bebauungspläne, die das regeln. Die Stadt oder Gemeinde gibt also vor, wo und wie man bauen darf, damit es am Ende auch schön aussieht.“

Hat man einen Baugrund gekauft, geht es ans Zeichnen des Bauplans, den nur drei Berufsgruppen bei den Behörden einreichen dürften: Architekten, Ingenieure und Bauunternehmer. Bevor man mit dem Bauen beginnen kann, muss der Grund untersucht werden. „Bauen kann man im Prinzip auf jedem Boden, aber bei schlechtem Untergrund wird es aufwändiger und teurer, weil man zum Beispiel Pfähle einbauen muss“, erklärte Waxenberger.

Ist die Baugrube für den Keller erst ausgebaggert, wird der Kran aufgestellt und die Baustelle eingerichtet. Dazu gehören auch mobile WCs und ein Bauzaun – „damit keiner auf die Baustelle geht und was kaputtmacht“, wusste ein Bub. Die Bodenplatte bewehren, Kellerwände bauen, Elektroleitungen verlegen, Lichtschächte montieren und vieles, vieles mehr gibt es zu tun.

„Und wie lange dauert ein Hausbau?“, wollte ein Bub wissen. Das komme auf die Größe und die Bauart an, erklärte der Experte den interessierten Mini-Studenten, die sehr viele Fragen rund um den Hausbau stellten. Zwischen sechs und zehn Wochen müsse man für den Rohbau eines Massivhauses rechnen. „Das übersteht dann aber locker auch drei Generationen.“ Fertighäuser hingegen würden schneller gebaut, dafür gehe man hier nur von einer Haltbarkeit von rund 25 Jahren aus.

Steht der Dachstuhl erst, wird nach altem Brauch Richtfest gefeiert. Nachdem das Dach montiert wurde, ist der Rohbau fertig. Sind auch die Elektro- und Heizungsinstallationen erfolgt sowie die Fenster montiert, geht es an den Innenausbau. Verputzen, Estrich legen, Malerarbeiten und das Verlegen von Fliesen oder anderen Böden stehen auf dem Programm. „Dann kann das Haus eingerichtet werden“, erklärte Waxenberger.

Und zum Schluss bekommt es auch von außen ein schönes Gesicht: Garten und Terrasse werden hergerichtet. „Während viele Bauherren beim Hausbau selbst nicht allzu viel helfen können, nehmen sie die Außengestaltung meist selbst in die Hand“, erklärte der Kreishandwerksmeister. Vroni Macht

Die nächste Vorlesung

der Kinder-Uni findet am Dienstag, 30. Mai, um 17 Uhr im VHS-Haus in Erding statt. Mit dem Chemiker Prof. Dr. Peter Härter geht es um Bauchemie.

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