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„Lieber Bücherfreund, wenn dir ein Buch gefällt, dann nimm es dir und leg ein anderes, das du nicht mehr brauchst, dafür hinein“: Diese Botschaft hat Barbara Adelsberger, die die Mini Bib am Rätschenbach aufgehängt hat, für die Spaziergänger. 

Kleiner Bücherschrank am Rätschenbach

Bibliothek an der Hauswand

Öffentliche Schränke, in denen man unbürokratisch nicht mehr gebrauchte Bücher abgeben kann, sind im Trend. Auch am Rätschenbach in Erding hängt eine solche Mini Bib, die Barbara Adelsberger betreibt.

Erding– „Ich finde das ist eine echte Marktlücke. Man hat die Möglichkeit, unkompliziert alte Bücher gegen neuen Lesestoff auszutauschen, ohne großen Aufwand“, sagt Barbara Adelsberger begeistert. Die Rede ist von der Mini Bib, die seit einiger Zeit an ihrer Hauswand am Rätschenbach 25 hängt.

Die Idee ist simpel: Man nimmt sich ein Buch, das einen interessiert, heraus und legt dafür eines hinein, das man selber nicht mehr braucht. Die Inspiration dazu hat Adelsberger aus ihrem Urlaub in Holland. Besonders in Rotterdam sieht man die Mini-Bibliotheken häufig.

Zurück in Deutschland beschloss die 29-Jährige, die Idee auch hierher zu bringen. Am Anfang habe sie Angst gehabt, Randalierer könnten Müll in das kleine, weiße Schränkchen werfen oder es beschädigen. Das sei aber nicht passiert. „Die Leute gehen gut damit um und legen auch regelmäßig neue Bücher nach“, verrät Adelsberger. Von Kinder- und Sachbüchern über Jugend- und Schullektüre bis hin zu Romanen, Zeitschriften und Thrillern sei schon alles dabei gewesen. „Die Idee kommt gut an. Meine Freunde sind auch ganz begeistert und schauen immer gleich nach, ob es neuen Lesestoff gibt. Dafür überlassen sie mir auch oft ihre Bücherspenden“, erzählt die Erdingerin.

Die Mini Bib sei vor allem dafür da, alten Büchern einen sinnvollen Verwendungszweck zu geben. Denn ist ein Buch erst gelesen, verstaubt es häufig im Schrank. „Hätten mehr Leute eine Mini Bib, könnte dieses Problem nachhaltig gelöst werden. Man legt einfach ein gelesenes Buch in das Schränkchen und sucht sich ein neues aus. Also Nachmachen ist erwünscht“, findet Adelsberger.

Sie selbst ist eine echte Leseratte und schreibt hobbymäßig auch selbst Bücher. Drei Romane hat sie schon verfasst, darunter den Science-Fiction Roman „Weltenfall“. Die angehende Allgemeinärztin, die sich zurzeit im Mutterschutz befindet, ist der Meinung, dass es wichtig ist, mehr Leute zum Lesen zu animieren. Da ihr Haus zentral in Erding liegt, bummeln viele Menschen daran vorbei. Da lädt die Mini Bib zum Vorbeischauen ein. „Es freut mich immer, wenn wer stehen bleibt, sich die Bücher anschaut und eines rausnimmt. Man kann auch nachträglich eines nachlegen. Schließlich hat man nicht immer gerade ein Buch dabei.“

Sandra Danner

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