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Wie wichtig Brandschutz ist, zeigt ein Fall vom Oktober 2017: In einem der 89 Apartments im Personalwohngebäude des Klinikums war ein Feuer ausgebrochen. Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Die Feuerwehr verhinderte ein Ausbreiten der Flammen.

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Brandschutzmängel im Schwesternheim

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Landkreis und Klinikum reißen die nächste Großbaustelle auf: Beim Schwesternwohnheim an der Bajuwarenstraße muss der Brandschutz ertüchtigt werden. Hier soll zudem eine Arztpraxis im Rahmen eines Medizinischen Versorgungszentrums einziehen.

Erding – Jahrelang wurde das Schwesternwohnheim, das heute Personalwohngebäude (PWG) heißt und östlich des Klinikums liegt, nur noch zum Teil als Wohnanlage genutzt. Stattdessen belegten Landratsamt und Klinikum hier etliche Apartments als Büros. Dem sich zuspitzenden Pflegekräftemangel wollen Landkreis und Klinikum nicht nur mit dem neuen Bildungszentrum für Gesundheitsberufe westlich des Krankenhauses (wir berichteten) begegnen, sondern auch mit dem kompletten Wohnungsangebot im PWG.


Ab April sind alle Apartments belegt

In dem gibt nach Angaben von Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer nach dem Auszug der Behörden unter anderem in den Widnmann-Palais in der Altstadt 89 Apartments zwischen 20 und 40 Quadratmetern, von denen aktuell 84 belegt sind. „Die restlichen fünf vermieten wir an neue Mitarbeiter, die zum 1. April hier anfangen“, so Fiebrandt-Kirmeyer. Die Warmmiete beträgt für die 20-Quadratmeter-Parzellen 238 Euro, Schüler zahlen 203 Euro.

„Diese Wohnungen sind sehr wichtig, um auch künftig genügend Nachwuchs in der Pflege zu gewinnen. Gerade junge Menschen mit geringem Einkommen sind auf ein solches Angebot angewiesen“, erklärt Landrat Martin Bayerstorfer beim Redaktionsbesuch.

Doch in nächster Zeit wird sich das PWG in eine Baustelle verwandeln. Der größte Brocken dürfte die Ertüchtigung des Brandschutzes sein. Bayerstorfer bestätigt, „dass hier Bedarf besteht und ein Gutachten bereits in Auftrag gegeben wurde“. Das liege weniger an dem Brand in einer Wohnung Ende Oktober vergangenen Jahres, sondern an der Umnutzung von einem Büro- in ein Wohngebäude. „Ich bin froh, dass wir damals alle Sanitäreinrichtungen nicht herausgerissen haben. Aber mittlerweile gibt es strengere Auflagen an den Brandschutz“, so Bayerstorfer. Er rechnet damit, dass unter anderem Außentreppen als zweiter Fluchtweg angebracht werden müssen. „Klar ist aber auch, das PWG darf auch vor und während der Sanierung weiter bewohnt werden“.

Neues MVZ mit Orthopädie-Praxis

Die zweite Baustelle wird im Erdgeschoss aufgemacht. Dort soll eine orthopädische Praxis eingerichtet werden, die zu der in Taufkirchen gehört. Bayerstorfer erklärt, dass man dazu die Rechtsform eines Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) gewählt habe. Nur so habe man von der Kassenärztlichen Vereinigung den Sitz erwerben können.

Das MVZ ist laut Landrat auch eine strategische Entscheidung: „Der Standort Taufkirchen ist für uns nicht nur deshalb wichtig, weil es da eine Versorgungslücke gab. Hinzu kommt, dass wir durch die Krankenhäuser Landshut, Vilsbiburg und Mühldorf Konkurrenz haben.“ Durch die Verbindung Klinikum und MVZ ermögliche man den Patienten ein wohnortnahes Angebot.

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