In der Infekt-Notaufnahme im Klinikum Erding steht nun ein CT-Gerät. Damit kann ein möglicher Kontakt zwischen Covid-19-Kranken und Gesunden weiter erschwert werden.
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Erst Visite im CT-Container (v. l.): Franziska Schmucker von Canon Medical Systems, Krankenhausdirektor Dr. Dirk Last, Pflegedirektorin Gertrud Friess-Ott, Dr. Gerda Leinsinger, Chefärztin Radiologie und Nuklearmedizin, sowie Landrat Martin Bayerstorfer.

Der Corona-Tomograph

Klinikum Erding: Neues CT-Gerät für Infekt-Notaufnahme

  • vonTimo Aichele
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In der Infekt-Notaufnahme im Klinikum Erding steht nun ein CT-Gerät. Damit kann ein möglicher Kontakt zwischen Covid-19-Kranken und Gesunden weiter erschwert werden.

Fertig installiert in einem Modul wurde der Hightech-Apparat angeliefert.

ErdingDas Klinikum Erding hat nun einen zweiten Computertomographen. Das etwa 300 000 Euro teure CT-Gerät ist in ein Modul integriert, dass im Gartengeschoss an die dort eingerichtete Infekt-Notaufnahme angedockt wurde. Der Container im Gesamtwert von einer halben Million Euro ist mit Klimaanlage, Strahlenschutz, Elektro- und Netzwerkinstallation sowie Blitz- und Brandschutz ausgestattet. 

Nach einer Pressemitteilung des Landratsamts stellt das bayerische Gesundheitsministerium die CT-Module Krankenhäusern umsonst zur Verfügung, damit dort Patientenströme getrennt werden können: Covid-19-Kranke und Gesunde sollen nicht miteinander in Kontakt kommen. Vergangene Woche wurde das High-Tech-Gerät angeliefert. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir dieses Angebot erhalten haben“, erklärte Landrat Martin Bayerstorfer.

Restbuchwert nach der Corona-Krise fällig

Dem Klinikum Landkreis Erding wird das CT also kostenfrei überlassen – erst nach der Corona-Krise wird gegebenenfalls ein sogenannter Restbuchwert fällig, der deutlich günstiger ausfallen dürfte als der Originalpreis. Denn das CT-Gerät soll anschließend in der regulären Notaufnahme installiert werden.

Es handelt sich um den gleichen Typ, dessen Ersatzbeschaffung der Krankenhausausschuss bereits beschlossen hat. Die Ausschreibung hierfür ist bereits beendet, das Gerät wird im Sommer geliefert und installiert. So brauchen Anwender nur eine Schulung für beide Tomographen.

Auch wenn das Gerät fertig installiert angeliefert wurde, mussten noch Arbeiten erledigt werden, deren Koordination der Fachbereich 12 des Landratsamts übernommen hat. Dazu gehörten die Abstimmung mit der Stadt Erding als Bauaufsichtsbehörde sowie mit einem Ingenieurbüro für Standsicherheit, Tragwerksplanung und Brandschutz. Bei Tiefbau-, Baumeister-, Zimmerei- und Malerarbeiten, um das Modul fest anzudocken sowie ein winterfestes Verbindungselement zum Krankenhaus zu installieren, kamen ausschließlich Handwerksbetriebe aus dem Landkreis zum Einsatz.

Timo Aichele

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