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Informationen gegen Wohnungseinbrüche verteilten die Bereitschaftspolizisten Yasemin Balci und Wjatscheslaw Bilau hier an Hildegard Wegmaier. Bei den Nachbarn der Altenerdingerin ist sogar schon einmal eingebrochen worden.

Polizeiprävention an der Haustür 

Klinken putzen zum Schutz vor Einbrechern

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Erding – Die Polizei geht aktiv gegen Wohnungseinbrecher vor. Zu Beginn der Dämmerungszeit, in der die Täter besonders aktiv sind, schwärmen Bereitschaftspolizisten aus, um die Bevölkerung direkt an der Haustür zu informieren. Die gute Nachricht: Die Einbruchszahlen gehen zurück.

Es ist kalt, es wird dunkel und es regnet. Es ist die Zeit, in der sich verstärkt Einbrecher aufmachen, um im Schutz der Dämmerung auf Beutezug zu gehen. Die Banden scheuen nicht einmal dicht bebaute Siedlungen. Es ist aber auch die Zeit, in der 25 jungen Beamte der Bereitschaftspolizei Eichstätt in Erding, Altenerding und Ottenhofen ausschwärmen.

Yasemin Balci und Wjatscheslaw Bilau sind zwei von ihnen, die präventiv dafür sorgen, dass es erst gar nicht zu dem Ereignis kommt, das vielen Betroffenen ein elementares Gefühl nimmt – die Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Gut vier Stunden später werden die Beamten an 516 Haustüren geklingelt haben und hunderte Informationsschriften mit ein paar erklärenden Worten übergeben oder bei Abwesenheit in den Briefkasten geworfen haben.

Koordiniert hat den Sondereinsatz Gerd Fischer. Der Hauptkommissar ist bei der Polizeiinspektion Erding für die Wohnungseinbrüche zuständig. „Es ist das erste Mal, dass bei uns die Prävention an der Haustür stattfindet“, erklärt er. „Die Orte haben wir ganz bewusst ausgewählt, weil Täter hier gehäuft aufgetreten sind“, berichtet Fischer.

Balci und Bilau sind in Altenerding unterwegs. Gleich bei der ersten Adresse wird die Problematik deutlich: Hildegard Wegmaier berichtet, dass unlängst bei den Nachbarn eingebrochen worden sei. Ihre Wohnung sei verschont geblieben.

Wegmaiers Nachbarn sind ein Fall von 65 Einbrüchen im vergangenen Jahr. In 42 Fällen blieb es bei Versuchen, resümiert der Hauptkommissar. Dabei entstand ein Beuteschaden von fast 200 000 Euro. „Zum Glück ist die Zahl derzeit rückläufig“, so Fischer. 52 Taten in den ersten zehn Monaten des vorigen Jahres stehen 32 im gleichen Zeitraum 2016 gegenüber. Allein heuer, so Fischer, machten die Täter bereits Beute im Wert von 72 000 Euro.

Ein Tipp, den Bilau und Balci deswegen den Bewohnern geben: „Fotografieren Sie Ihre Wertgegenstände. Dann haben Sie größere Chancen, bei einem Fahndungserfolg die Dinge wiederzubekommen.“

Die meisten Bürger reagieren auf zwei Uniformierte vor der Tür erst einmal skeptisch, sind dann aber offen. Aufmerksam hören sie sich die Belehrungen an. Es gibt nur wenige Ausnahmen: 13 Besuchte wollten nicht mit den Bereitschaftspolizisten reden, einer verwies sie sogar des Grundstücks.

Erfreulicher sind die Begegnungen mit Anwohnern, die schon das Beratungsangebot der Polizei genutzt beziehungsweise im Frühjahr die Einbruchschutzmesse in der Stadthalle besucht haben. Der Rundgang zeigt: Viele Häuser sind gut geschützt. Andererseits sind nicht wenige Gärten und Häuser derart eingewachsen, dass Verbrecher ein leichtes Spiel hätten.

Hans Moritz

Rat und Hilfe

gegen Einbrecher gibt es bei den Fachberatern der Polizei. Johann Radlmaier und Jakob Deischl sind unter Tel. (0 81 22) 96 84 44 oder 96 84 14 zu erreichen. Im Internet finden sich Sicherheitshinweise unter www.k-einbruch.de und www.polizei-beratung.de.

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