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Eishockey-Bayernliga

Gladiators kämpfen bissige Ice Dogs nieder

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Erding - Den dritten Sieg im dritten Spiel haben die Erding Gladiators am Freitagabend eingefahren. Allerdings taten sie sich 60 Minuten lang schwer, bis der EV Pegnitz mit 6:4 Toren (1:3, 3:0, 2:1) in die Knie gezwungen war.

Der Auftakt hätte nicht besser sein können für die Gladiators, denn schon nach 36 Sekunden stand es 1:0. Sebastian Lachner hatte geschossen, und Daniel Krzizok fälschte den Puck aus der Luft unhaltbar ab. Die Gladiators drückten weiter aufs Tempo und ließen den Ice Dogs kaum Luft zum Atmen. Pech hatte Marco Deubler, als EVP-Torwart Max Schmidt der Puck aus der Fanghand rutschte, aber nur um Zentimeter am Tor vorbeiglitt (5.).

Dann aber waren die Erdinger Fans sprachlos. Pegnitz hatte Unterzahl, da gelang Aleksandrs Kercs nach Vorarbeit von Markus Schwindl das 1:1 (7.). Und als die Franken Überzahl hatten, brachte Simon Bogner sein Team mit einem abgefälschten Schuss sogar 2:1 in Führung (11.). Die Gladiators waren nun total verunsichert. In der 15. Minute rettete Krzizok nach einem Pfostenschuss auf der Linie, dann fiel aber doch das 3:1 für den EVP, als Kercs einen Konter eiskalt abschloss (16.).

Im zweiten Abschnitt fanden die nervösen Gladiators zunächst kein Mittel gegen die cleveren Gäste, bis sie mit einem Doppelschlag wieder im Spiel waren. David Michel traf zum 2:3 (31.) und Krzizok nur 63 Sekunden danach zum 3:3. Und als Philipp Spindler nach einer Traumkombination über Deubler und Gantschnig das 4:3 gelang, hatte Erding das Spiel gedreht (37.). Jetzt wurde die Partie ruppig, und nach einem üblen Kniecheck von Kercs gegen Krzizok, für den der Pegnitzer eine Spieldauerstrafe erhielt, eskalierte die Situation. Die Gladiators-Fans überschütteten die Gästespieler mit Bier, daraufhin musste der Erdinger Fanblock geräumt werden und die Drittelpause wurde vorgezogen.

Im letzten Abschnitt hatten sich die Gemüter sowohl auf dem Eis als auch auf den Tribünen wieder beruhigt. Die Partie blieb spannend, denn die Ice Dogs aus Franken agierten weiter ausgesprochen abgeklärt. Und so war es Christof Mendel, der in der 48. Minute mit einem satten Schuss das 4:4 besorgte. Die Schlussphase war dramatisch. Florian Zimmermann schoss zum 5:4 ein (56.), doch im Gegenzug erhielt Pegnitz einen Penalty. Aber Louis Albrecht hielt gegen Oleg Seibel. Als dann in die Schlussoffensive der Gäste hinein Zimmermann nach Lachner-Pass auch noch das 6:4 besorgte, war die Entscheidung gefallen. (wk)

Statistik Tore: 1:0 (1.) Krzizok (Lachner, Fengler), 1:1 (7.) Kercs (Schwindl/4-5), 1:2 (11.) Bogner (Schwindl, Hagen/5-4), 1:3 (16.) Kercs (Schwindl), 2:3 (31.) Michel (Borrmann, Zink), 3:3 (32.) Krzizok (Zimmermann, Zink/4-4), 4:3 (37.) Spindler (Gantschnig, Deubler), 4:4 (48.) Mendel (Schwindl, Seibel), 5:4 (56.) Zimnmermann (Krzizok, Lachner), 6:4 (59.) Zimmermann (Lachner, Krzizok). – Zuschauer: 650. – HSR: Florian Gschwendtner. – Strafminuten: Erding 20, Pegnitz 22+ 5 + Spieldauer (Kercs).

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