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Herbstfestkrüge für die Kölner Jecken: Narrhalla-Präsident Stefan Neumaier und OB Max Gotz (v. l.) bedankten sich bei (v. r.) Knubbelführer Konstantin Brovot (Spitzname „Zimbum“), Schriftführer Dr. Stephan Schockhoven („Daggel“) und Kassier Volker Jockwitz („Muggel“) sowie ihren Funken Rut-Wieß für den Besuch.

Narrhalla-Besuch 

Kölsche Jecken auf Knubbel-Tour in Erding

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Erding – Hoher Besuch in Erding: Auf Einladung der Narrhalla reiste eine Abordnung der ältesten Karnevalsgesellschaft Deutschlands an: die Kölsche Funke Rut-Wieß vun 1823. Genauer gesagt ihr 1. Knubbel, so heißt die 61 Mann starke Abordnung. Einmal im Jahr sind die Herren auf Tour.

Heuer wurden sie sogar abgeholt. Gerhard Vogt ließ es sich nicht nehmen, „unseren Patenverein zu chauffieren“. Der 51-Jährige war mit seiner Gattin Anette 2005 Narrhalla-Prinzenpaar. Über ihn kam der Kontakt zu den Kölnern zustande, schließlich hatte der Erdinger mit Knubbelführer Konstantin Brovot beruflich zu tun. So konnte die Narrhalla das älteste Traditionscorps Kölns sogar als Patenverein für die Standarte gewinnen, die im Frühjahr 2006 zum 75. Jubiläum in Erding feierlich geweiht wurde. Brovot hatte damals in Erding auch seine Frau Britta kennen gelernt.

Seit mehr als zehn Jahren sind die beiden Vereine nun freundschaftlich verbunden. Regelmäßig besucht man sich gegenseitig. Auch Oberbürgermeister Max Gotz war schon mit der Narrhalla in Köln. Jetzt reisten die Jecken vom Rhein mit zwei Bussen an. Vogt steuerte einen von ihnen. Erst im Sommer 2016 hat er den Busführerschein gemacht. „Das hatte ich mir seit 20 Jahren vorgenommen, denn ich wollte alles fahren können, was vier Räder hat“, erzählt der Sohn von Altbürgermeister Gerd Vogt.

In Erding besuchten die Kölner zunächst das Herbstfest. Am Samstag maßen sie sich dann bei einem internen Rutschen-Wettbewerb im Galaxy, abends gab’s im Gasthaus Erdinger Weißbräu ein Gala-Dinner. OB Gotz drückte seine Verbundenheit mit den Jecken bei einem Stehempfang am Sonntagvormittag im Schrannensaal der Sparkasse aus. Anschließend erfuhren die Gäste bei einer Stadtführung viel über Erding. Nach dem Wilderer-Essen im Stiftungszelt bestiegen die trinkfesten Jecken wieder die Busse Richtung Heimat.

Die Kölner waren überall leicht auszumachen, schließlich trugen sie Krätzchen. So nennt man die Kopfbedeckung. Sie darf bei keinem Manöver, wie die offiziellen Ausflüge heißen, fehlen. Die Roten Funken hatten sie auch dabei, als sie den Bundespräsidenten zu verschiedenen Weltausstellungen begleiteten – als Vertreter deutschen Kulturguts. 

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