Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Kommentar

Egal, wer gewinnt: Das BRK braucht einen Neuanfang

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Der große Krach beim BRK hätte nicht sein müssen. Jetzt sind alle Beteiligten beschädigt. Unnötigerweise, meint Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar.

Es ist jammerschade: Der BRK-Kreisverband befindet sich in der Krise, in einer selbst verschuldeten noch dazu. Bei der Regelung der Nachfolge von Max Gotz ist jede Menge schiefgelaufen. Nun sind der Verband, der Vorstand und jede Menge engagierter Leute beschädigt. Dabei bleibt das BRK eine unverzichtbare Institution, die es verdient, unterstützt zu werden. 

Nach zweiwöchigem Vorwahlkampf steht fest: Gotz’ Listenvorschlag ist unausgegoren. War es wirklich nicht möglich, beide Lager unter einen Hut zu bringen? Franz Hofstetter, einen fleißigen, vorausschauenden und hoch integren Kommunalpolitiker hätten vermutlich alle Gliederungen des BRK als Vorsitzenden mitgetragen – unter der Maßgabe, dass sich in der Stellvertreter-Riege das Ehrenamt wiederfindet – etwa mit Siegi Ippisch und Heinz Schauer. Es ist unverständlich, warum – wie in der Kommunalpolitik üblich – keine abgestimmte Liste erarbeitet wurde. Im Gegenteil: Der erste Vorschlag blendet das Ehrenamt komplett aus. Dafür ist es jetzt zu spät. Die Statuten erlauben kein neuerliches Aufschnüren des Kandidatenpakets.

 Völlig unverständlich ist, warum Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden in einer Serienmail ausgerechnet den Kandidaten ein Podium gegeben hat, die der Spitze des Kreisverbands vorschweben, nicht aber der Ippisch-Fraktion. Es fällt schwer, an einen Zufall zu glauben. 

Warum tut sie das? Es ist ein offenes Geheimnis, dass van der Heijden und Ippisch nicht den besten Draht zueinander haben. Immer wieder geraten die Geschäftsführerin und vor allem die Wasserwacht aneinander – gerne auch mal auf offener Bühne. Hat van der Heijden Angst, dass ihr Stuhl unter einem Vorsitzenden Ippisch wackelt? 

Diese Entwicklung ist traurig, denn selbst ihre Gegner werden nicht leugnen können, dass van der Heijden viel fürs BRK geleistet hat und täglich leistet. Sie hat viel Neues eingebracht. Sie hat aus dem BRK ein Sozialunternehmen mit gutem Ruf gemacht. Aber sie hat auch so manchen Zopf abgeschnitten. Das gefällt nicht jedem. Ein hochrangiger BRK-Funktionär hat die Lage so eingeschätzt: Egal, wer die Wahl gewinnt, er muss den Resetknopf drücken – wieder einmal.“ Es ist jammerschade.

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