Lebensgefahr! Heute nicht an Isar aufhalten - selbst wenn es nicht regnet

Lebensgefahr! Heute nicht an Isar aufhalten - selbst wenn es nicht regnet
Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Kommentar zum Wochenende

BRK: Es muss nicht immer ein Politiker sein

  • schließen

Dem BRK steht eine spannende Vorstandswahl bevor. Dass einer aus dem Kreis der Ehrenamtlichen gegen die etablierte Politik seinen Hut in den Ring wirft, ist eine gute und wegweisende Entscheidung, meint Hans Moritz in seinem Wochenendkommentar.

Erding - Beim Roten Kreuz in Bayern gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Den Vorsitz bekleidet (fast) immer ein Landrat oder ein Bürgermeister – bevorzugt ein Mitglied der CSU. Denn lokalen Spitzenpolitikern sagt man nach, Türen öffnen zu können – ob daheim, in München oder gar in Berlin. So war das bislang auch in Erding.

Ob das nach der Hauptversammlung in einer Woche in Lengdorf immer noch so sein wird, ist völlig offen. Denn mit Siegi Ippisch kandidiert einer, der maximal Hobbypolitiker ist, der aber im BRK, in der Wasserwacht, genauso aber auch in Stadt und Landkreis bestens vernetzt ist. Viele kennen den Faschingsprinz von 2012 als umtriebigen Party-Tausendsassa.

Dennoch ist es gut und wichtig, dass er kandidiert. Ippisch will, dass das BRK wieder deutlicher mit der Stimme des Ehrenamts spricht. Etwa jedes zehnte der 12 000 Mitglieder engagiert sich neben dem Beruf für das BRK. Ippisch hat Recht, wenn er einfordert, dass diese Gruppe maßgeblich die Richtung bestimmen soll.

Die Gegenkandidaten Franz Hofstetter, Gertrud Friess-Ott und Jürgen Loher sind dem BRK eng verbunden, sie bringen sich seit Jahren finanziell und immateriell ein. Aber sie werden immer ein Führungsteam von außen sein, das sich im Alltag auf das verlassen muss, was die Kreisgeschäftsführerin vorbringt. Ein ehrenamtlich dominierter Vorstand wäre deutlich näher an der Basis. Niemand kann leugnen, dass es zuletzt immer wieder Reibereien zwischen den Gliederungen und der Kreisgeschäftsführerin gab.

Ein exponierter politischer Repräsentant mag viele Türen öffnen können. Aber er ist auch Zwängen unterworfen. Der Beweis, dass man mit einem Landrat oder Bürgermeister als Chef per se besser fährt, ist seriös nie erbracht worden.

Sollte Ippisch durchfallen, wäre das keine Niederlage. In jedem Fall hätte er einen wichtigen Denkanstoß geliefert – über Erding hinaus.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren
Mittagessen als Gemeinschaftserlebnis: Für ältere, alleinstehende Menschen ist das oft sehr wichtig. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Taufkirchen wird ein …
Gemeinsamer Mittagstisch für Senioren
Plaudernde Politiker,faszinierendes Feuerwerk
Restlos begeistert war Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner am Mittwochabend beim Kommunalpolitikertreff auf dem 141. Dorfener Volksfest.
Plaudernde Politiker,faszinierendes Feuerwerk
Radfahrerin stürzt auf Fahrbahn
Auf dem Übergang von der Straße auf den Radweg vor dem Amtsgericht ist am Donnerstagabend eine Radlerin gestürzt.
Radfahrerin stürzt auf Fahrbahn
Drei Burschen rauchen Joints
Drei junge Burschen sind am Donnerstagabend beim Drogenkonsum im Erdinger Stadtpark erwischt worden. Sie waren nicht die einzigen, die der Polizei Arbeit bescherten.
Drei Burschen rauchen Joints

Kommentare