Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Kommentar zum Wochenende

CSU: Opfert der Hühnerhaufen nun auch die 3. Startbahn?

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Die Verwerfungen in der CSU könnten sich auf den Kreisverband Erding heftiger auswirken, als so mancher aus dem Unionslager glaubt. Jetzt ist nichts mehr sicher, meint Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar zum Wochenende.

Erding - Die mit Hingabe inszenierte Selbstzerfleischung der CSU verfolgen in Erding immer mehr der knapp 2000 Parteimitglieder mit größter Sorge. Denn der Kampf ums Erbe Horst Seehofers und die zahlreichen damit verbundenen Kollateralschäden könnten den Kreisverband empfindlich treffen.

Es müsste schon ein Wunder geschehen, dass die CSU bei der Landtagswahl im September 2018 noch einmal die absolute Mehrheit holt. Das heißt: Die große Partei wird so klein, dass die einen Koalitionspartner braucht. Der wiederum beansprucht Ministerposten für sich. Umweltministerin Ulrike Scharf muss um ihren Platz am Kabinettstisch bangen – obwohl sie einen guten Job macht und viel unterwegs ist.

Nach Lage der Dinge wird es ein Traum bleiben, dass aus dem Stimmkreis Erding ein zweiter Abgeordneter ins Maximilianeum einzieht. 2013 war Thomas Schreder Listenkandidat. Der Kreisjagdverbandschef machte zuletzt nicht den Eindruck, keine Lust mehr auf eine höhere politische Laufbahn zu haben. Im Gegenteil.

Die CSU ist mittlerweile ein derart aufgeschreckter Hühnerhaufen, dass ihr alles zuzutrauen ist. Die Freien Wähler haben die Partei bei der Entschärfung der unbeliebten Straßenausbaubeitragssatzung vorgeführt. Auf einmal bewegt sich was.

Es ist nicht auszuschließen, dass die CSU aus purer Angst vor dem wütenden Wähler als Nächstes die dritte Startbahn über Bord wirft.

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