Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Kommentar zum Wochenende

Im Wahlkampf schlägt die Stunde des demokratischen Bürgers

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Die Bundestagswahl am 24. September wirft ihre Schatten voraus. Jetzt ist jeder einzelne Bürger gefragt. Für die Demokratie bricht jetzt eine wichtige Zeit an, meint Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar zum Wochenende.

Es wird nicht mehr lange dauern, bis uns die Kandidaten wieder von den Plakatständern entgegen lächeln. In sieben Wochen ist Bundestagswahl.

Einen spannenden Wahlkampf werden wir im Landkreis eher nicht erleben. In den für die Region wichtigen Punkten sind sich die großen Parteien weitgehend einig: Ja zum Ringschluss, Nein zur Dritten Startbahn, Ja zu Ortsumfahrungen.

Der Wahlkampf verspricht auch deswegen nicht sonderlich aufregend zu werden, weil das Ergebnis eigentlich schon feststeht: Andreas Lenz (CSU) wird sein Direktmandat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behalten. Und Ewald Schurer hat einen so guten SPD-Listenplatz, dass er selbst dann ein weiteres Ticket nach Berlin lösen wird, wenn seine Partei knapp über der 20-Prozent-Marke verharrt. Dass es von den acht Direktkandidaten ein Dritter in den Bundestag schaffen wird, ist hingegen wenig realistisch.

Spannend wird allenfalls sein, ob es der AfD gelingen wird, in Erding einen Stich zu machen. Bisher ist deren Direktkandidatin Brigitte Fischbacher nicht sonderlich aufgefallen. Erfreulich ist, dass die AfD vor Ort noch nicht mit allzu schrillen Tönen in Erscheinung getreten ist. Das darf gerne so bleiben.

Bei dieser Ausgangslage liegt es an den Wählern selbst, aus der Vorwahlzeit Nutzen zu ziehen. Bald werden die Parteien wieder ihre Stände aufbauen und zu Veranstaltungen einladen. Beides sollte der politisch interessierte Bürger nutzen. Sprechen Sie die Kandidaten an. Sagen Sie Ihre Meinung. Fordern Sie Rechenschaft. Das ist gelebte Demokratie, für die wir dankbar sein müssen.

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