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Auf BRK-Brückenbauer Hofstetter wartet verdammt viel Arbeit

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Von: Hans Moritz

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Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.

Mit der turbulenten BRK-Vorstandswahl befasst sich der Kommentar unseres Redaktionsleiters  Hans Moritz. Seine Bilanz: Nein, nein, ein Ruhmesblatt war das sicher nicht!

Das Gute an der Demokratie ist, dass jede Wahl erst mal einen Schlussstrich zieht. Bis zu 380 BRK-Mitglieder haben festgelegt, wer den Kreisverband die kommenden vier Jahre auf Kurs hält. Mit Franz Hofstetter hat das BRK einen absolut soliden Kapitän bekommen. Der überraschend deutlich unterlegene Siegi Ippisch muss sich nicht grämen. Erstens ist der Job wahrlich kein Vergnügen, zweitens ist es ihm gelungen, eine wichtige Debatte über das Ehrenamt und dessen Würdigung anzustoßen.

Mit Andreas Lindner hat die Wasserwacht einen der Ihren in die erste Reihe gebracht. Er ist direkter Stellvertreter Hofstetters. Bei den Posten danach zeigt sich, dass sich die Getreuen um den scheidenden Vorsitzenden Max Gotz und Wunschnachfolger Hofstetter besser aufgestellt hatten: Sie brachten fast alle ihre Leute durch.

Hier zeigt sich aber auch: Demokratie kann grausam und undankbar sein. Schatzmeister Manfred Herzog, der einen großen Beitrag zur finanziellen Gesundung des Kreisverbands beigetragen hat, wurde sang- und klanglos aus dem Amt gewählt. Ebenso erging es Heinz Schauer, einem Urgestein beim Roten Kreuz, der als stellvertretender Vorsitzender rausflog.

Die Fronten werden nach dem Wahlkrimi von Lengdorf verhärtet bleiben, vielleicht sind die Gräben sogar noch tiefer geworden. Der Kampf um jede Stimme mit einer teuren Briefkampagne, geplanten Wahlfahrten der im Dienst befindlichen hauptamtlichen Retter und boshaften Spitzen in den Reden war einer Institution, die sich „im Zeichen der Menschlichkeit“ sieht, unwürdig.

Gotz mag recht haben, dass der Kreisverband so gut, breit und solide aufgestellt ist, wie lange nicht mehr. Am Freitag hat er dennoch ein schwaches Bild abgegeben. Von Einheit ist er weit entfernt. Die Stimmung ist am Boden, der Frust groß. Hofstetter hat versprochen, Brücken zu bauen. Auf ihn wartet verdammt viel Arbeit.

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