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Der neue SPD-Kreisvorstand (vorne v. l.) stellvertretender Vorsitzender Michael Gruber, Gertrud Eichinger und Vorsitzender Martin Kern mit MdB Ewald Schurer sowie (hinten, v. l.) Beisitzer Niclas Spanel, Kassier Ulrich Reinhard, Schriftführerin Rosa Kunzmann, stellvertretende Vorsitzende Ulla Dieckmann, Beisitzer Georg Nagler, Karl-Heinz Gallinn, Heiner Müller-Ermann und Manfred Slawny sowie MdL Doris Rauscher.

SPD-Kreisverband Erding

Kommunalpass und 9+2: SPD will Bayerstorfer Kontra geben

Eicherloh – Die Partei wieder auf Vordermann bringen und die Jugend für die Politik begeistern, das will SPD-Kreisvorsitzender Martin Kern in der nächsten Zeit. In der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands wurde er mit deutlicher Mehrheit wieder gewählt.

Es sei alles andere als leicht, junge Menschen für die Politik zu gewinnen, sagte Kern. In der Gesellschaft seien derzeit tiefe Gräben bemerkbar. „Zwischen Fremden und Einheimischen, zwischen Gutmenschen und Dunkeldeutschland – und diese Gräben schaufeln teilweise Politiker, wie Markus Söder, der Senioren gegen Asylbewerber aufhetzt, oder hier in der Region Martin Bayerstorfer“, erklärte Kern vor rund 40 Gästen im Gasthaus Faltermaier.

Kern will daher Brücken bauen und versuchen, aktive Mitglieder für die Jusos zu gewinnen. Von den derzeit 30 Mitgliedern würden sich lediglich drei aktiv an der politischen Arbeit beteiligen. Eines davon ist Kern selbst.

Die Genossen sehen es zudem als ihre Aufgabe, CSU-Landrat Bayerstorfer Kontra zu geben. Das bekräftigte Ulla Dieckmann, SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag. Die Diskussion um die Entscheidung, welchen 9+2-Standort der Landkreis finanziell bei der Schülerbeförderung unterstützt, habe für Fassungslosigkeit gesorgt. „In dieser Sitzung ging es nicht mehr um gute Argumente, sondern ausschließlich um die Finanzierung. Das war kein Miteinander mehr, sondern ein Gegeneinander“, erklärte Dieckmann. Auch der von Bayerstorfer eingeführte Kommunalpass werde die Fraktion weiter beschäftigen. „Es kann nicht sein, dass Integration zufällig passiert. Dabei werden wir es nicht belassen.“

Auch im Landtag sei Integration unter den Top-Themen, berichtete MdL Doris Rauscher. „Wir haben es mit einem Integrationsgesetz zu tun, das seinen Namen nicht verdient hat“, sagte sie. „Hier im Landkreis erlebt ihr das natürlich knüppelhart mit eurem Landrat und diesem Kommunalpass. Der macht das wirklich sehr geschickt.“

Positives berichtete Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer. Der geplante Bau der zweiten S-Bahn-Srammstrecke in München sei ein gutes Zeichen für den S-Bahn-Ringschluss. „Das ist ein großer Erfolg, da die beiden Projekte zusammenhängen. Hier müssen wir dran bleiben“, erklärte Schurer.

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