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Ans Bildungszentrum für Gesundheitsberufe könnte die Akademie für Erzieherinnen angedockt werden.

Kreis-CSU stellt Wahlprogramm vor: Gründerzentren und ein Feuerwehrmuseum für Erding

Schule für Erzieherinnen soll ans Klinikum

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Die Erdinger Kreis-CSU hat ihr Kommunalwahlprogramm vorgestellt. Sie will eine neue Schule bauen und ein sehr beliebtes Museum nach Erding holen.

Erding – Ehe CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer das Kommunalwahlprogramm seiner Partei vorstellte, blätterte er durch die 2014 herausgegebene Broschüre. In einer Pressekonferenz wollte er damit belegen: „Wir haben Wort gehalten.“ So gut wie alles, was man versprochen habe, sei auch umgesetzt worden. Als Beispiele nannte er die Erweiterung der Landwirtschaftsschule und der Geowärme, den fast vollständigen Flächenerwerb für die Erdinger Nordumfahrung sowie vor allem den Bau des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe neben dem Klinikum.

Das rückt jetzt wieder in den Fokus. Bayerstorfer kündigte an, an diesem Standort auch die Fachschule für Erzieherinnen ansiedeln zu wollen – entweder im Gebäude oder in einem Anbau. Die angehenden Erzieherinnen könnten dann, wie die Pflegeschüler, das benachbarte Wohnheim nutzen. So will man dem Mangel an Kita-Personal begegnen.

Feuerwehrmuseum ist dringend auf Standortsuche

Aus den zehn Punkten für die Wahlperiode bis 2026 ragen weitere Vorhaben heraus. So will die CSU das Landesfeuerwehrmuseum in den Landkreis holen. Die Einrichtung muss ihren jetzigen Standort in Waldkraiburg auf absehbare Zeiten verlassen.

Die Feuerwehren sollen zudem ein neues Servicezentrum bekommen – voraussichtlich im Bereich der neu geplanten Erdinger Wache am Stadion.

Trotz eines Mangels an Büroräumen will die CSU Gründerzentren errichten – mit Büroräumen etwa in Erding, Dorfen und Taufkirchen für Start-Ups und Jungunternehmer. In diesem Zuge werde man auch Existenzgründungen und Gründermessen stärker fördern.

Preise für Klimaschutz und Inklusion

Zwei neue Preise könnte der Landkreis nach Vorstellung der CSU ausloben – für Inklusion und Klimaschutz.

Im Bereich ÖPNV setzt die CSU auf zusätzliche Expressbusse, vor allem auf der Linie Erding–Flughafen. Hier fordert Bayerstorfer „ein intensiveres finanzielles Engagement durch den Freistaat, weil es sich um Schienenersatzverkehr handelt, bis der Ringschluss fertig ist“.

Weil für Großprojekte wie dieses, aber auch für die Nordumfahrung ein hohes Maß an Flächen erforderlich ist, setzt sich die CSU für ein Ausgleichsflächenmanagement mit den Gemeinden ein, um mehr Handlungsspielraum zu haben. Bereits vor sechs Jahren hatte die CSU den Freistaat aufgefordert, die Ausgleichsflächenpraxis zu lockern. Denn vor allem für Erweiterungen am Flughafen müssen standortnah Ausgleichsflächen ausgewiesen werden – laut Bayerstorfer „zum Nachteil unserer Landwirte“.

Landwirtschaftsschule als Pilot für Digitalisierung

Auch die hat der Kreisverband im Blick. Bayerstorfer würde die Landwirtschaftsschule gerne zu einem Kompetenz- und Pilotzentrum für digitale Entwicklung bei der Bewirtschaftung der Höfe, Wiesen und Äcker ausbauen. „Hier besteht ein enormes Potenzial, denn durch Digitalisierung und Automatisierung etwa der Schlepper lässt sich zum Beispiel der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimieren.

Im Bereich Gesundheit kündigte der Kreisvorsitzende bauliche Erweiterungen der Kliniken Erding und Dorfen an – unter anderem für Schmerzklinik, Dialyse und Etablierung einer Strahlentherapie. Dorfen solle eine Notaufnahme bekommen. Ganz oben auf der Agenda: der Aufschwung zu einem Schwerpunktversorger mit kinderheilkundlicher Abteilung.

Berufsschule soll ausgebaut werden

Im Bereich Bildung schwebt der CSU vor, die Berufsschule für neue Berufsbilder zu ertüchtigen und mit den Gemeinden die Mittelschulen in ihren fünf Verbünden so weiterzuentwickeln, dass alle Standorte gesichert sind. „Handwerk und Mittelstand brauchen mehr denn je gut ausgebildete Fachkräfte“, so Bayerstorfer.

Nicht weiterkommen will die CSU bei zwei großen Infrastrukturprojekten. „Wir bleiben bei unserem strikten Nein zu einer B 15 neu durch den Landkreis Erding sowie zum Bau der dritten Startbahn, so lange die Erschließung so rückständig ist.“

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