Konversion des Geländes

Fliegerhorst: Bund bestätigt Freigabe Ende 2021

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Es soll beim vierten Quartal 2021 bleiben: Laut OB Max Gotz hat der Bund nun die Freigabe des Fliegerhorsts zu diesem Datum bestätigt. 

Erding– Über Aktuelles zur Konversion des Fliegerhorsts berichtete Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA). Grund dafür war eine Anfrage von Stadtratsmitglied Horst Schmidt (SPD) gewesen, der sich Ende Juni in der PBA-Sitzung nach dem weiteren Vorgehen und Zeitplan erkundigt hatte.

Gotz berichtete, dass man mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) jährliche Abstimmungsgespräche vereinbart habe. Ein solches Gespräch habe kürzlich wieder stattgefunden. Dabei sei bestätigt worden, dass „das offizielle Datum für die Freigabe weiterhin das vierte Quartal 2021 ist. Das ist auch das, wovon wir ausgehen müssen“, sagte Gotz.

Seit einiger Zeit schon sei die Bima mit der Aufgabe betraut, zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Freising die Abbruch- und Folgekosten vorhandener baulicher Anlagen auf dem Konversionsgelände zu ermitteln. Zudem würde auch geklärt, ob sich Schadstoffe in den Gebäuden befinden. Davon sei angesichts des Alters der Bauten auszugehen, wenn man bedenke, „was man früher aus Unwissenheit eben für Materialien verbaut hat“.

Außerdem führt die Bundeswehr gegenwärtig eine historische Erkundung der Altlasten durch. Dies sei eine „detaillierte Erfassung aller verfügbaren Daten und Informationen zu Verdachtsflächen ohne technische Erkundungen vor Ort“. Eine anschließende Untersuchung mit dem Einsatz technischer Mittel solle einen eventuellen Altlastenverdacht konkretisieren. Gotz berichtete, dass diese Erkenntnisse laut Aussage der Bima bis zur Freigabe des Fliegerhorsts vorliegen sollen.

Der Bund untersuche darüber hinaus, ob Flächen des Fliegerhorsts als Ausgleichsflächen für Bundesbaumaßnahmen verwendet werden könnten. Konkret werde die Eignung einer Teilfläche nördlich der geplanten Gewerbeflächen untersucht. Diese Prüfung wird etwa ein Jahr dauern und ist für Gotz eine „logische Sache, dass der Bund nicht anderswo Flächen kaufen muss, wenn er hier schon geeignete hat“.

Das für heuer vorgesehene Gebäudenutzungskonzept, für das Fördermittel in Höhe von 50 000 Euro bereitstehen, soll nach Absprache mit der Regierung von Oberbayern jedoch aufs kommende Jahr verschoben werden. „Eine wirtschaftliche Verwendung der Fördermittel ist aus Sicht der Stadt auch erst dann gegeben, wenn auf die Erkenntnisse aus den genannten Untersuchungen aufgebaut werden kann“, meinte Gotz und erklärte außerdem: „Ich kenne die Vorgänge in Manching, wo eine Ersatz-Infrastruktur gebaut wird. Dort liegt man offenbar im Zeitplan.“ 

Rubriklistenbild: © Bauersachs

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