Korbinian-Aigner-Gymnasium 

Haltestelle gestrichen – Protest gegen MVV

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Erding – Schüler aus Eichenried und Moosinning, die das Korbinian-Aigner-Gymnasium besuchen, sind sauer: Ihre Haltestelle vor der Schule kommt weg. Sie müssen weiter gehen.

Am Sonntag tritt der neue Jahresfahrplan in Kraft. Die MVV-Buslinie 531 wurde verändert. Das bekommen ab Montag einige Schüler des Korbinian-Aigner-Gymnasiums (KAG) zu spüren, die aus Zengermoos, Eichenried, Moosinning und Eching kommen. Bislang steigen sie direkt vor der Schule an der Sigwolfstraße ein und aus. Nun müssen sie einige hundert Meter zum Friedhof Itzlinger Straße oder zum Keltenhof/Klinikum laufen.

Dagegen regt sich Protest. Hermann Walter und Henriette Leifert haben dem MVV einen Protestbrief geschickt – mit Kopien an Stimmkreisabgeordnete und Umweltministerin Ulrike Scharf, Landrat Martin Bayerstorfer und die Schulleitung. Darin äußern die Eichenrieder ihre „große Verwunderung und Verärgerung“. Die Sicherheitsbelange der Kinder würden „mit Füßen getreten“, das Engagement vieler Initiativen wie „Sicher zur Schule“ werde konterkariert. Walter und Leifert fordern den MVV auf, die Streichungen rückgängig zu machen, damit die Buskinder nicht entlang der viel befahrenen und damit gefährlichen Straße zum neuen Friedhof beziehungsweise Keltenhof laufen müssen.

Für den Nahverkehr ist das Landratsamt zuständig, der MVV ist lediglich der Erbringer. Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer erklärt, warum die Haltestelle gestrichen worden sei. „Die Linie 531 wurde turnusmäßig neu ausgeschrieben. Dabei wurde der von vielen Fahrgästen geäußerte Wunsch aufgegriffen, mit dem Bus, der in Ismaning startet, den S-Bahnhof Erding regelmäßig anzubinden.“ Dies sei ab kommender Woche der Fall. Das, so Fiebrandt-Kirmeyer, sei aber nur durch einen Neuzuschnitt des Rundkurses möglich gewesen. Sie erinnert zudem an den Grundsatzbeschluss des Kreistags: Direkt an der Schule halten nur Busse, deren Linien ohnehin dort vorbeiführen.

Die neuen Fußwege hält man im Landratsamt für vertretbar: „Zu beiden Haltestellen führen gesicherte Fußwege beziehungsweise ein Geh- und Radweg, der von der Fahrbahn getrennt ist“, so Fiebrandt-Kirmeyer. Die Sigwolfstraße könne an der Druckknopf-Ampel überquert werden, der Kreisverkehr Am Wasserwerk habe Querungshilfen. Hinzu kommt: Laut Kreisverwaltung sind nur die Schüler des Nachmittagsunterrichts und der Ganztagsschule betroffen. „Morgens und mittags wurde das Gymnasium von der Linie 531 noch nie angefahren.“

Hans-Joachim Fuhrig, Leiter des KAG, gibt zu, dass die neue Regelung nicht ideal sei. „Der Unterricht endet um 15.30 Uhr, der Bus fährt um 15.38 Uhr. Das kann knapp werden.“ Die Lehrer müssten also rechtzeitig fertig werden. Die längeren Wege hält er hingegen für vertretbar.

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