Krankenhaus-Mitarbeiter klagen über Personalsituation

Erding - In einer Betriebsversammlung des Kreiskrankenhauses Erding sind die Turbulenzen der vergangenen Monate und schon länger bestehende Probleme besprochen worden.

Das Ergebnis einer Mitarbeiterbefragung und die Verbesserungsvorschläge der hauseigenen Projektgruppe waren die wichtigsten Punkte der mit Spannung erwarteten Betriebsversammlung im Speisesaal des Krankenhauses. Neben Landrat Martin Bayerstorfer und der Klinikleitung war ein großer Teil des Verwaltungsrates anwesend, um sich nach den Turbulenzen der letzten Wochen ein Bild von den Vorgängen im Krankenhaus zu machen. „Dazu war von einem externen Dienstleister eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt worden“, so die Referentin für Unternehmenskommunikation im Krankenhaus, Daniela Fritzen.

Die Ergebnisse der Befragung seien den Mitarbeitern zu Beginn der Versammlung präsentiert worden. Fritzen: „Die Befragungsergebnisse förderten zutage, dass für die Themenbereiche Betriebsklima, Image nach innen und außen, Informationspolitik und Kommunikationsstil, Arbeitsplatzsicherheit sowie Vergütungssystem Handlungsbedarf besteht.“

Diese Themenfelder waren vorab zwischen Vertretern des Betriebs- und Personalrats, der Klinikleitung und dem Landrat diskutiert und mögliche Verbesserungen erarbeitet worden. In der Betriebsversammlung wurden Schwerpunkte vorgestellt. Anschließend nahm Bayerstorfer zu allen Punkten Stellung, so Fritzen. „Nur wenn man miteinander spricht, weiß man wo der Schuh drückt“, so sein Resümee.

Besonders starken Eindruck hinterließ laut Fritzen der Hinweis einer Mitarbeiterin auf die knappen Personalressourcen, der im Saal mit allgemeiner Zustimmung quittiert worden sei. Fritzen: „Auch Bayerstorfer ist sich dieses Problems bewusst und will das Thema in den Verwaltungsrat tragen.“ Doch auch hier gelte die Aussage des Landrats: „Bei allem guten Willen zur Veränderung ist es wichtig, dass wir stets darauf achten, die Wirtschaftlichkeit zu bewahren. Wenn wir an einer Stelle mehr Geld ausgeben, müssen wir es an einer anderen Stelle einsparen. Daran müssen alle Beteiligten mitarbeiten.“

Nach dieser Versammlung steht nun laut Fritzen die Prüfung und Umsetzung der Verbesserungsvorschläge auf der Agenda. „Dafür müssen die zuständigen Gremien eingeschaltet werden. Auch die Projektgruppe soll den Prozess begleiten.“ Eine erste Überprüfung der Fortschritte soll es im Dezember 2010 mit Hilfe einer erneuten Mitarbeiterbefragung geben. (ml)

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