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15 unterschiedliche Sorten bietet Martin’s Backstube in der Faschingszeit an. Von den einfachen Krapfen mit Puderzucker bis zu aufwendigen „Gesichtskrapfen“ verkaufen die Angestellten Petra Hackl (l.) und Inge Jungwirth so einiges.

Faschingskrapfen

Am Klassiker führt kein Weg vorbei

Landkreis - Ob mit Aprikosenmarmelade oder mit gehaltvoller Sahnecreme – die Krapfen haben noch am Faschingsdienstag Hochsaison. Die Bäckermeister aus dem Landkreis sind sich einig: noch nie war das süße Gebäck derart beliebt wie 2016.

An den Klassikern führt kein Weg vorbei. Diese Meinung vertritt Christine Gruber aus St. Wolfgang. In ihrer Bäckerei seien die traditionellen Marmeladen-Krapfen ein Renner, obwohl diese das ganze Jahr über erhältlich sind. „Wir füllen sie immer mit Aprikosenmarmelade, denn die originalen Hagebutten-Krapfen sind bei unseren Kunden nicht so gut angekommen“, erzählt sie. Den Grund dafür vermutet Gruber in dem etwas bitteren Geschmack der Hagebuttenmarmelade. „Die Kunden wollen es einfach so süß wie möglich.“ Deshalb seien in der Bäckerei Gruber seit langer Zeit die Vanille- oder Eierlikör-Krapfen beliebt. Außergewöhnliche Sorten wie eine Champagner-Füllung habe man in den vergangenen Jahren getestet, doch die Käufer bleiben bei den favorisierten Standards. „Man merkt aber immer wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können“, sagt Gruber. „Ein Kunde liebt zum Beispiel welche mit Apfelmus-Füllung, der nächste findet das total doof.“ Auch in Wartenberg haben sich die klassichen Sorten bewährt. „Neben Angeboten wie Nutella, Eierlikör und Cappucchino gehen die Krapfen mit Marmeladenfüllung sehr gut“, erzählt die Angestellte der Bäckerei Grundner, Gülsah Gülbahce. Auch Pudding-Cremes lassen die Herzen der Faschingsliebhaber höher schlagen. Außergewöhnlichere Sorten des Schmalzgebäcks werden in der Moosinninger Bäckerei Ways vermehrt gekauft. Annette Gerboin erzählt: „Vor allem die mit Alkohol sind beliebt.“ So gibt es beispielsweise einen Mojito-Krapfen. Verkaufsschlager sind auch die „Krapfen zum Selbermachen“ wie der Marshmallow-Krapfen. In ihm befindet sich bereits eine Mascarpone-Creme. Durch ein kleines Röhrchen kann der Kunde dann die Erdbeersoße hinein spritzen. „Die werden auch gerne gekauft, weil sie wirklich total lustig aussehen. Auf dem Marshmallow-Krapfen sind ganz viele kleine Marshmallows“, sagt Gerboin. Auch die Angestellten der Filialen von Martin’s Backstube in Erding und Dorfen verkaufen die kalorienreichen Schmankerl in ungewöhnlichen Variationen. „Der Kokos-Wiener-Mandel-Krapfen wird oft gekauft, und der mit Germknödel-Geschmack“, erzählt Inge Jungwirth aus der Erdinger Filiale. Sie weiß: „Die Hagebutten-Füllung wird vor allem in Franken gegessen, in Bayern ist das Original mit Marillenmarmelade.“ Eines bestätigen alle Bäckereien: Der Krapfen gehört zum Fasching wie der Schokonikolaus zur Weihnachtszeit – und seine Beliebtheit steigert sich von Jahr zu Jahr. Dementsprechend erhöht sich auch das Angebot. Bis zu 15 verschiedene Faschingskrapfen liegen noch heute in den Bäckereien des Landkreises in der Verkaufstheke aus – und warten auf einen herzhaften Biss.

Julia Adam

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