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Der Künstler und sein Werk: Harry S. präsentiert sein Tor 3, hier noch als Modell. Das Original wird gut sechs Meter hoch und sechs Meter lang sein. 

Gewerbegebiet Erding-West 

Kreisel-Kunst: Zweites Tor kommt

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Erding – Es wird im Frühjahr das Gesprächsthema in Erding und der Region: das überdimensionale zweite Tor aus Corten-Stahl von Künstler Harry S. Es soll künftig einen der Verkehrskreisel an der Sigwolfstraße zieren.

Gut sechs Meter hoch und sechs Meter lang ist „Tor 3“, das der Erdinger Künstler Harry Seeholzer für einen der Verkehrskreisel am Gewerbegebiet Erding-West entworfen hat. Es ist zwar nach Auftragseingang erst das dritte, aber tatsächlich die Nummer zwei, die aufgestellt wird.

Das erste steht seit Dezember 2014 an der Dachauer Straße. Damals hatte es heftige Diskussionen gegeben. Kritiker meldeten sich per Leserbrief oder in den sozialen Medien zu Wort und machten ihrem Unmut über das „Rost-Monster“ Luft. Die Stadträte, Oberbürgermeister Max Gotz und die Sponsoren der Kunstwerke, allesamt Unternehmer, sehen es anders. Während Tor 1 von der Firmengruppe Hübner finanziert wurde, hat das aktuelle Tor 3 die Firmengruppe Scharl spendiert. Und Georg Scharl ist begeistert von Seeholzers Modell. Als der Stadtrat im Juli 2015 seine Zustimmung dafür gab, erklärte Scharl: „Es ist ein Geschenk an die Erdinger Bürger.“ Wer es von oben sieht, erkennt ein großes S. Es steht für Scharl, aber auch für Seeholzer. Wer vom Gewerbegebiet aus darauf zufährt, könne im Tor die Form eines Hauses erkennen, so Harry S.

Dass es mit der Aufstellung so lange dauert, erklärt er mit dem diffizilen Baugenehmigungsverfahren. Da das Tor fast zwei Meter höher sei als das erste, sei der Bauantrag in eine andere Genehmigungsstufe gerutscht. „Der Stahl ist viel dicker, außerdem braucht’s eine spezielle Statik“, erklärt der Künstler, der selbst im Stadtrat sitzt. Er hofft darauf, dass der Bauantrag spätestens im Februar durch ist. Dann werde das Tor gegossen – bei der Firma Empl Anlagenbau in Schwindegg. „Sie machen das nach meinen Plänen“, erklärt Seeholzer. Bis zur Fertigstellung dauere es sechs bis acht Wochen.

Den Kritikern steht der Künstler grundsätzlich entspannt gegenüber. Er sagt: „Ich bin jederzeit für Kritik zu haben, aber wenn’s unter die Gürtellinie geht, trifft’s einen schon.“ Er freue sich, dass die Leute darüber reden. Das sei immer positiv. Aber die Kritik solle sich im Rahmen dessen bewegen, was sich gehört. „Man sollte nicht die Anonymität für Hasstiraden nutzen“, so Seeholzer zu einigen Kommentaren in sozialen Netzwerken.

Tor 3 wird auf dem Kreisel an der Sigwolfstraße auf Höhe der Josef-Schwankl-Straße und der Zufahrt zum Baugebiet Erdbeerfeld aufgestellt.

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