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Tolle Vorleser: (vorne, v. l.) Laura Helm, Franziska Liebl, Cosima Heilmaier, Ellen Bulduk, Leonie Giehrl (Siegerin Mittelschulen), Marjan Faghiri, Vroni Lohner (Siegerin Realschulen), Julian Münchhausen, Gordon Moser (Gesamtsieger/Sieger Gymnasium), Lukas Schindlbeck, Wjatscheslaw Schmid t, Max Streibl, Bastian Schneider, (hinten, v.l.) Landratsstellvertreter Jakob Schwimmer und Gertrud Eichinger sowie Büchereichefin Ingrid Müller-Heß.

Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs in Erding

Gordon gewinnt mit dem Gentleman-Detektiv

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Am Dienstag traten die Schulbesten Sechstklässler beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs gegeneinander an. Hierbei überzeugte Gordon Moser die Jury mit seinem Buch „Thabo, Detektiv und Gentleman. Der Nashorn-Fall.“.

Erding– Ein bisserl ist es wie eine dieser Castingshows: Man bereitet etwas vor, tritt vor die Jury, lässt sich bewerten. Am Dienstag stellten sich 13 Sechstklässler aller Schularten dieser Aufgabe. Nicht im Gesang oder dem Gang über den Catwalk, sondern im Vorlesen. Die Schulbesten traten im Großen Sitzungssaal des Landratsamts beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs an.

Die meisten Punkte holte Gordon Moser („Thabo, Detektiv und Gentleman. Der Nashorn-Fall“) vom Korbinian-Aigner-Gymnasium. Der Moosinninger ist Sieger der Gymnasien und wird den Landkreis beim oberbayerischen Bezirksentscheid vertreten. Bei den Realschulen hatte Veronika Lohner aus Erding (Heilig Blut) die Nase vorn. Leonie Giehrl aus Dorfen (Mittelschule Dorfen) siegte bei den Mittelschulen.

„Ihr sitzt da alle ganz cool“, bemerkte Vizelandrat Jakob Schwimmer zur Begrüßung, nicht ohne festzustellen, dass die Schüler zumindest ein bisschen aufgeregt waren. Die Nervosität dürfte er mit dem Hinweis, dass den Wettbewerb der Sender München TV filmt und er im Fernsehen zu sehen sein wird (Donnerstag, 8. März, 19.45 Uhr), nicht gerade gemindert haben.

Anmerken ließen sich die sieben Mädchen und sechs Buben das aber kaum. Selbstbewusst lasen sie je drei Minuten aus einem selbst gewählten Buch vor. Von anspruchsvoller Kost wie dem Psycho-Roman „Was wir dachten, was wir taten“, in dem es um einen Amoklauf an einer Schule geht, bis zu den eher seichten Comic-Romanen der Reihe „Gregs Tagebuch“ war alles dabei. Apropos dabei: Manche Teilnehmer hatten neben Eltern und Freunden gleich ganze Fanclubs mit Plakaten dabei.

Neben den bekannten Texten mussten die Teilnehmer auch aus einem ihnen fremden Buch vorlesen. Ingrid Müller-Heß, Leiterin der Stadtbücherei Erding, hatte heuer „Der Tag, an dem ich cool wurde“ ausgesucht.

Schon während der einzelnen Vorträge machte sich die Jury fleißig Notizen. Neben der Landkreissiegerin von 2015, Kristina Kliem, gehörten auch Autor Albert Sigl, die Journalisten Petra Bauernfeind und Wolfgang Sardison, die Pädagogen a. D. Georgine Schwertfirm und Peter Libossek sowie Redakteurin Vroni Macht dem Bewertungsteam an. Sie vergaben für Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl Punkte. Bei der Beratung im Geheimen wurde noch eifrig diskutiert. Wer hat geschauspielert? Wessen Text klang mehr auswendig gelernt als vorgelesen? Wer hat den besten Text ausgesucht? Da gingen die Meinungen ganz schön auseinander.

Einig waren sich die Juroren in Sachen Lesequalität: Die war bei Mädchen wie Buben in diesem Jahr durchgehend sehr hoch. Und so waren die Medaillen, Bücher und Urkunden, die alle Teilnehmer bekamen, absolut verdient. 

Die Teilnehmer

Mittelschulen: Ellen Bulduk (MS Erding), Marjan Faghiri (Oberding), Leonie Giehrl (Dorfen), Laura Helm (Altenerding), Franziska Liebl (Wartenberg), Wjatscheslaw Schmidt (Taufkirchen); Realschulen: Veronika Lohner (Heilig Blut), Lukas Schindlbeck (Oberding), Bastian Schneider (Herzog-Tassilo-Realschule Erding), Maximilian Streibl (Taufkirchen); Gymnasien: Cosima Heilmaier (AFG), Gordon Moser (KAG), Julian Münchhausen (Dorfen).

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