Kreisjugendring

Zirkus, Freizeit, Integration

Erding - Für die nachhaltige Integration von jungen Flüchtlingen setzt sich der Kreisjugendring Erding ein. Sein Programm heißt „Grenzenlos“.

Mehr Begegnung mit jungen Flüchtlingen wünscht sich der Kreisjugendring (KJR) Erding. In seiner Herbstvollversammlung im Gemeindehaus der evangelischen Auferstehungskirche in Altenerding wurde dieses neue Projekt – neben der Jahresplanung 2017 – den 40 Delegierten aus dem Landkreis vorgestellt. Sie wählten am Montagabend zudem noch einen Beisitzer. Jetzt ist ihr Vorstand komplett.

„Grenzenlos“ heißt das Programm, vorgestellt von Tamara Coppola (Erding), das sich an junge Flüchtlinge im Landkreis wendet. „Wir wünschen uns eine nachhaltige Integration junger Menschen aus aller Welt in unsere Gesellschaft“, definierte Coppola das Ziel des ehrgeizigen Projekts. Es gehe darum, gegenseitiges Verständnis zu fördern, andere Sprachen und Kulturen besser kennen zu lernen und gemeinsam Freizeit zu gestalten.

Dazu böten Verbände, Vereine und Jugendtreffs gute Voraussetzungen – jedoch immer auf der Basis der Freiwilligkeit. Um weitere Schritte planen zu können, bat Coppola die 40 Delegierten aus den verschiedenen Jugendorganisationen, sich demnächst wieder zu treffen, dann aber schon mit konkreten Vorschlägen.

Zudem hat der Kreisjugendring auch im kommenden Jahr viel vor, wie das Programm zeigt, das Simone Gutmann (Ismaning) vorstellte. Darin sind die Ausbildungskurse für die Jugendleiter-Card genauso enthalten wie eine dreitägige Zirkuswoche oder ein kulturpädagogisches Angebot in der neuen Offenen Ganztagsschule Fraunberg.

Sprachreisen in der Schwebe

Auf dem Plan stehen auch Infoabende zu Themen wie Prävention gegen sexuelle Gewalt oder zum Umgang mit der Aufsichtspflicht sowie eine einwöchige Kinderfreizeit. Ob es 2017 wieder die beliebten Sprachreisen geben wird, ist noch offen. „Unser bisheriger Anbieter hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt, wir suchen derzeit einen neuen Partner“, sagte KJR-Vorsitzende Andrea Jarmurskewitz.

Sonja Rainer (Wartenberg) erläuterte den Haushalt für 2017 in seinen Eckdaten. Er beläuft sich in Einnahmen und Ausgaben auf 277 000 Euro. Das sind rund 12 000 Euro weniger als bisher. Dies, so Rainer, hänge zusammen mit der ausstehenden Entscheidung über den Fortbestand des Sprachreisen-Angebots. Auch nächstes Jahr erhält der Kreisjugendring wieder einen Zuschuss des Landkreises in Höhe von 103 000 Euro. Der Löwenanteil der Ausgaben ist für das Personal.

Zusätzliches Personal war auch das Thema der Nachwahl. Nachdem es bisher nicht gelungen war, einen weiteren Beisitzer zu finden, um den Vorstand nach geltender Satzung komplett zu machen, hatte die Versammlung diesmal mehr Glück: Korbinian Beer (Taufkirchen) stellte sich zur Wahl und bekam prompt 38 von 40 möglichen Stimmen. (Friedbert Holz)

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