Regierungsbildung in Italien gescheitert: Conte verzichtet auf Amt

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Die Belegehebammen (v.l.): Annemarie Wolf aus Lenggries, Maike Jörn-Großkurth aus Erding, Kerstin Philipp aus Pliening, Evelin Altenbeck aus Moosburg, Dana Tegen aus Grasbrunn, Silke Bärtl aus Karlsfeld und Maja Dorscheimer aus München im Kreißsaal an der neuen Gebärwanne. Im Vordergrund ein Entbindungsbett mit Wehenschreiber.

Kreißsaal am Klinikum Erding

Wiedergeburt nach schmerzvollen Monaten

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Die Kreißsäle wurden renoviert, Hebammen stehen bereit. Nach viereinhalb Monaten der Schließung wird die Geburtshilfe am Klinikum Erding wiedereröffnet.

Erding – Sanftes Licht, beruhigende Farbgebung in hellen Erdtönen, moderne Geräte – die renovierten Kreißsäle am Klinikum Landkreis Erding haben die ersten Besucher am Freitag überzeugt. Bei einer kleinen Feier konnten geladene Gäste aus Politik und Medizin einen ersten Blick in die vier Kreißsäle werfen. Der große Ansturm könnte beim Tag der Offenen Tür am heutigen Samstag kommen, und ernst wird’s ab Montag. Dann wird offiziell geöffnet, und die Beleghebammen um Annemarie Wolf nehmen ihren Dienst auf. Ein geplanter Kaiserschnitt sei bereits angesetzt, erzählt Oberärztin Irene Brotsack. Aber eigentlich hoffe sie auch auf eine natürliche Entbindung. „Dann können wir einen Blumenstrauß übergeben.“

Den Verantwortlichen stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. „Heute ist der beste Tag des Jahres für unser Klinikum“, sagte Vorstand Sándor Mohácsi bei seiner Ansprache im Klinik-Foyer. Denn Ende Juni hatte das Krankenhaus wegen Hebammenmangels seine Geburtshilfe schließen müssen.

Jetzt stehen neun Geburtshelferinnen im Belegsystem bereit. Eine zehnte Kollegin solle noch engagiert werden, berichtet Wolf. Nun hoffen alle im Klinikum, unter den werdenden Müttern im Landkreis nicht zu viel Vertrauen verspielt zu haben. Die Traummarke wäre das erneute Erreichen des Ergebnisses von 2016 (694 Geburten). Bis zum harten Schnitt in der Jahresmitte habe man genau auf diese Zahl zugesteuert, sagte Brotsack auf Nachfrage. In der Zwischenzeit hatten nur zwei geplante Kaiserschnitte pro Woche stattgefunden.

Die Schließung sei eine „schmerzvolle Entscheidung“ gewesen, erklärte Landrat Martin Bayerstorfer. Wie die anderen Redner betonte auch Chefärztin Dr. Birgit Niemeyer die Team-Leistung, die für den Wiederaufbau der Geburtshilfe in Erding notwendig war. Sie dankte auch dem Personal, das dem Krankenhaus die Treue gehalten habe.

Der Landkreis hat sich den Umbau 195 000 Euro kosten lassen. Die „virtuellen Fenster“, also Diplays mit beruhigenden Bildern, wurden nun doch nicht installiert. Dafür wurde medizinisches Gerät erneuert – darunter Sonographie, Ultraschall und Wehenschreiber. Mit verbessertem Raumzuschnitt, sanfter Beleuchtung, neuen Böden, aufgefrischtem Mobiliar, freundlichen Farben und einem großformatigen Kunstwerk wollen die Verantwortlichen eine angenehme Atmosphäre schaffen.

Tag der Offenen Tür

Alle Interessierten können die modernisierten Kreißsäle am heutigen Samstag beim Tag der offenen Tür besichtigen. Von 11 bis 17 Uhr stehen Hebammen und Ärzte für Gespräche bereit.

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