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Kreistag Erding

„Menschen aus den Autos raus und in die Busse rein“

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Der Kreistag in Erding befasst sich mit der Weiterentwicklung des Nahverkehrsplans.

Erding– Wohin steuert der öffentliche Nahverkehr im Landkreis Erding? Diese Frage soll ein Konzept beantworten, das der Ausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt am Montag in Auftrag gegeben hat. Das Unternehmen MVV Consulting schreibt zu diesem Zweck den Nahverkehrsplan des Landkreises fort. In diesem Zusammenhang forderten mehrere Kreisräte eine Grundsatzdiskussion.

Der CSU-Antrag, der der Weiterentwicklung des Nahverkehrsplans zugrunde liegt, befasse sich nur mit Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit, kritisierte Hans Schreiner (FW). Der Inidividualverkehr komme aber immer mehr an seine Grenzen. „Wie viel ÖPNV können und wollen wir uns leisten?“ Diese tiefergehende Frage müsse im Ausschuss debattiert werden, forderte Schreiner.

„Wir haben Einwohnerwachstum ohne Ende“, sagte Florian Geiger. Daher müssten noch viel mehr „Menschen aus den Autos raus und in die Busse rein“. Die „an Einsparungen orientierte Stimmung im Ausschuss“ sei da nicht hilfreich, kritisierte der Grünen-Rat. Das wollte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) nicht stehen lassen: „Wir haben immer nur ausgeweitet und nicht reduziert.“

Franz Hofstetter (CSU) forderte „alternative Konzept für den östlichen Landkreis“. Dort sei die Struktur des ÖPNV vollkommen anders als im Westen, sagte der Taufkirchener Bürgermeister.

Mit der Fortschreibung des Plans ist das Büro MVV Consulting beauftragt. Die Kosten liegen nach dem Angebot bei rund 41 000 Euro.

Die Kreisverwaltung erarbeitet zudem ein Konzept, wie Gemeinden künftig an Kosten für zusätzliche Fahrten zu beteiligen sind.

Nach einem Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2003 müssen Kommunen zusätzliche Angebote voll finanzieren, wenn diese nicht Teil der Grundversorgung sind. Er wünsche sich hier eine differenziertere Betrachtung, sagte Bayerstorfer. Das Landratsamt solle ein System mit unterschiedlichen Kostensätzen für bestimmte Fallkonstellationen entwickeln. Ausnahmen müssten möglich sein, etwa bei Schülerverkehren.

Auch hier war Geiger nicht zufrieden. Er sehe die Grundversorgung eben nicht als gesichert an. Und ein solches Konzept werde zum „Fahrplan-Verbesserungs-Verhinderungs-Programm“, wenn in den Gemeinden erst einmal über Kosten neuer Angebote nachgedacht werde. Die Ausschussmehrheit überzeugte der Grüne nicht. Der Beschluss fiel bei nur zwei Gegenstimmen.

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