Probleme beim Grunderwerb 

Kreisverkehr an Siglfinger Straße wackelt

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Erding – Der Kreisverkehr an der Kreuzung Siglfinger Straße/Rennweg kann erst einmal nicht gebaut werden. Der Grund macht OB Max Gotz wütend.

Schlechte Nachrichten für die Verkehrssicherheit in Erding: Einer der Gefahrenschwerpunkte im Norden der Stadt kann vorläufig nicht beseitigt werden – die Kreuzung zwischen der FOS/BOS und dem Hit-Markt. Trotz Stoppschildern und Blinklichtern kracht es immer wieder an der Stelle, wo Rennweg, Siglfinger und Freisinger Straße zusammentreffen.

Seit längerem gibt es die Planung, an dieser Stelle einen Kreisverkehr mit mindestens 26 Meter Durchmesser für rund 1500 Fahrzeuge pro Stunde zu bauen. Dabei will man auch Fußgänger und Radfahrer besser schützen.

In der Bürgerversammlung in Langengeisling erklärte Oberbürgermeister Max Gotz, man komme hier nicht weiter – „weil wir nicht an alle dafür erforderlichen Grundstücke gelangen“. Der CSU-Politiker machte aus seiner Empörung keinen Hehl. „Es ist ja nicht so, dass man den Grund für ein Butterbrot abtreten muss.“ So wenig Gemeinsinn enttäusche ihn. Und zwar so sehr, dass Gotz ankündigte, den Namen des Unwilligen öffentlich zu machen. So habe er das auch bei der Lücke im Radweg nach Berglern gemacht.

Ansonsten hält die Stadt laut OB an ihren Plänen für die Freisinger Straße fest. „Wir wollen sie sanieren und ausbauen sowie eine fahrradfreundliche Neuordnung vornehmen.“ In diesem Zuge soll die Vorfahrt im Bereich der Einmündung am Gries neu geregelt werden. Die Kreuzung mit der Krankenhausstraße werde durch einen Kreisverkehr ersetzt. Aktuell, so Gotz, sei ein Verkehrsgutachten in Arbeit. Die neuen Fakten will Gotz dem Stadtrat voraussichtlich in der November-Sitzung vorstellen.

Noch etwas empörte den Stadtchef: Kritik von Anwohnern, deren Straßen gerade saniert werden. „Anders als viele anderen Städte verlangen wir keine Ausbaubeiträge. Man kann für eine neue Straße durchaus ein paar Wochen Lärm und Dreck hinnehmen.“ Auch die Kritik an vielen schlechten Straßen wies Gotz zurück. „Man kann alles schlechtreden oder -schreiben. Tatsache ist, dass uns der Staat so manche Holperstrecke überlassen hat.“ Die Verhandlungen über eine Sanierung gestalteten sich alles andere als leicht. „Ich erinnere auch daran, dass wir jedes Jahr Straßen auf Vordermann bringen.“

Hans Moritz

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