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Die Erdingerin und andere Aktivisten haben sich an die Tür des Kreisverwaltungsreferats in München gekettet.

Aus Solidarität mit Flüchtlingen

KVR-Protest: Erdingerin mit Gummimaske kettet sich an Tür

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Erding/München - Bizarr ist ein stundenlanger Einsatz für die Münchner Polizei und die Berufsfeuerwehr am Donnerstagnachmittag verlaufen. Provoziert worden war er unter anderem von einer Erdingerin (29).

Gegen 14.15 Uhr verständigte der Ordnungsdienst des Kreisverwaltungsreferats die Polizei, weil sich drei vermummte Gestalten mit Fahrradschlössern an der Eingangstür angekettet hatten. Die drei Teilnehmer, neben der Erdingerin noch zwei Münchner (27/34), wurden mehrfach aufgefordert, die Schlösser aufzusperren. Das Trio weigerte sich den ganzen Nachmittag über. Gegen 19.30 Uhr rückte schließlich die Berufsfeuerwehr an, um die Schlösser mit einem Trennschleifer zu entfernen. 

Die Drei wurden wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Vermummungsverbot angezeigt. Denn die Münchner und die Erdingerin hatten während der Aktion Gummimasken getragen. Bei der Vernehmung stellte sich laut Polizei heraus, dass sich die jungen Leute zu der nicht angemeldeten und damit nicht genehmigten Demo entschlossen hatten, um gegen die Lage der Abschiebehäftlinge in Mühldorf zu protestieren.

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