Vor 20 Jahren wurde die Wasserwacht-Station am Kronthaler Weiher in Betrieb genommen. Das wurde am Pfingstsamstag groß gefeiert, am Mikrofon Ehrenvorsitzender Hans Zehetmair. Nun steht eine Erweiterung des Gebäudes an. foto: (ham)

Kronthaler Weiher: Wasserwacht erweitert ihre Station

Erding - Das Erholungsgebiet rund um den Kronthaler Weiher wird in den nächsten Jahren beträchtlich wachsen. Darauf reagiert die Erdinger Wasserwacht: Sie wird eine neue Wache bauen.

Seit über 40 Jahren hat die Wasserwacht Erding die Badenden im Schwimmbad und im Kronthaler Weiher im Blick. Vor 20 Jahren wurde am nordöstlichen Ufer des Weihers die Wachstation in Betrieb benommen. Dieses kleine Jubiläum wurde am Pfingstsamstag groß gefeiert.

Ortsvorsitzender Siegi Ippisch kündigte an, dass die Vergrößerung der Station noch heuer geplant und ab 2013 umgesetzt werde. Er dankte Stadtrat, Bauamt und Bürgermeister, „die uns sehr hilfsbereit und mit viel Geld gegenüber stehen“, so Ippisch. An der bestehenden Station muss dringend etwas getan werden. Vor allem die Bootsgarage liegt so tief, dass die Wasserwachtler bei Hochwasser gar nicht an ihre Gerätschaften kommen. Im Winter ist zudem immer öfter alles eingefroren und damit unbrauchbar. Nun soll nördlich des Altbaus ein neues Gebäude entstehen. Ein Gang soll es mit dem Bestand verbinden. „Dann haben wir endlich nicht nur ausreichend Platz, sondern auch einen ebenerdigen Zugang zum Sanitätsraum. Das ist dann wichtig, wenn wir etwa einen Badegast mit Rückenverletzung behandeln müssen“, betonte Ippisch.

Er machte deutlich, dass das Engagement der Wasserwacht im Erholungsgebiet Nord beträchtlich zugenommen hat. So sei die Zahl der Erste-Hilfe-Leistungen seit 2001 auf 137 und damit um 149 Prozent gestiegen. Sei man 2001 noch auf 2500 Wachstunden gekommen, seien es voriges Jahr 6500 gewesen, so der Vorsitzende weiter. „Und wir rechnen weiter mit Mehraufwand, wenn das Naherholungsgebiet erst einmal ausgebaut und mit einem Rundweg versehen ist.“

Burkhard Köppen ging auf die Geschichte der Wasserwacht-Station ein, beginnend 1977, als für das seinerzeit allenfalls halb so große Gelände wie heute ein Bebauungsplan ins Auge gefasst wurde. Schon damals habe man erkannt, dass auch für die Sicherheit der Erholungssuchenden gesorgt werden müsse. Köppen erinnerte an den Beschluss der Kreiswasserwacht vom 8. Februar 1990, eine Station zu errichten. Der offizielle Spatenstich für den Bau des Architekten Richard Falterer erfolgte im März 1991. Am 30. Mai 1992 wurde Eröffnung gefeiert.

Viel Lob für das ehrenamtliche Engagement gab’s während der Feierstunde von der Politik. Kultusminister a. D. und Ehrenvorsitzender Hans Zehetmair sagte: „Unsere Gesellschaft hätte weniger Probleme, wenn sich noch mehr Menschen ehrenamtlich engagieren würden.“ Landrat Martin Bayerstorfer erklärte: „In der Wasserwacht wird hervorragende Arbeit geleistet - und das seit Jahrzehnten.“ Es könne nicht hoch genug bewertet werden, „wenn Menschen ihre Freizeit drangeben, damit es anderen gut geht“.

Auch Dritte Bürgermeisterin Eva Kolenda zollte Respekt. „Hier werden wirklich hervorragende Leistungen vollbracht.“ Und Landtagsabgeordneter Jakob Schwimmer kündigte eine Spende „für die große und breite Nachwuchsarbeit“ an. Gefeiert wurde schließlich mit Spanferkel vom Grill, Lagerfeuer und Bootsfahrten. (ham)

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