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Eine Ausstellung des Kunstvereins zum Thema „Fragil“ ist im Frauenkircherl zu sehen (v. l.): Vizebürgermeister Ludwig Kirmair, Sigrid Réssy, die Tänzerinnen Lisa-Marie Jügler und Lea Endrejat sowie Laudator Michael Lang.

Ausstellung im Frauenkircherl

Künstler zeigen 45 „fragile“ Werke

„Fragil“: Zu diesem Thema ist aktuell eine facettenreiche Ausstellung des Kunstvereins im Erdinger Frauenkircherl zu sehen.

Erding –Facettenreiche Bilder, Skulpturen und Objekte zum Thema „Fragil“, eine kluge Rede von Kunstvereinsmitglied und Grafiker Michael Lang sowie grazile Tanzdarbietungen von Lisa-Marie Jügler und Lea Endrejat, das alles fügte sich in der Vernissage der Mitgliederausstellung des „Kunstvereins“ im Erdinger Frauenkircherl am Freitagabend zu einem runden Ganzen.

Lang ging auf die Geschichte des Kunstvereins ein, der vor 35 Jahren ins Vereinsregister eingetragen wurde und vorher bereits elf Jahre als lose Vereinigung „Bunter Kreis“ bestanden hatte. Der Laudator sagte: „Dabei ist sein Bestehen – um diesen Gedanken einmal öffentlich zu machen – in der Innenwirkung äußerst fragil.“ Den Verein am Leben zu erhalten, das Ausstellungsprogramm zu organisieren, Ideen zu entwickeln, mache viel Arbeit und Mühe. „Und dafür unbezahlt Leute zu gewinnen, grenzt doch fast ein Wunder.“ Lang setzte sich mit dem Qualitätsbegriff in der Kunst auseinander: „Gerade das Nebeneinander von professionellen, von Konzepten getragenen Werken und von technisch gut gelösten Bildern, die ihre Entstehung eher der Freude am Malen verdanken, ist sowohl der Reiz, als auch die Aufgabe der Vereine an der Basis.“ Jeder bringe etwas „von seinem Inneren, dem was ihn beschäftigt, zum Ausdruck. Und da sind wir ganz nah dran, an dem, was Kunst ausmacht.“ Ob labiles Gleichgewicht, leicht störbare Schwebezustände, Prozesse der Loslösung, existenzielle Brüchigkeiten, wunderbare und seltsame Metamorphosen, Positionsverschiebungen in Politik und Gesellschaft, das Thema „Fragil“ wurde aus unterschiedlichen Gesichtspunkten und mit verschiedensten Stilmitteln und Techniken dargestellt.

Zu sehen sind 45 Werke von 25 Künstlerinnen und Künstlern: Maria Weber, Sigrid Réssy, Albin Zauner, Peter Breth, Peter Bauersachs, Hannelore Stephani, Sabine Golsch, Uschi Strick, Gabriele Gürtner, Eva Sarosi, Josef Kaiser, Ingrid Krause-Nevries, Anita Kittl, Sabine Penzenstadler, Annemarie Sartini, Isolde Egger, Sylvia Frey, Anja von Wins, Magelone Müller, Jutta Ille, Julia Kranich, Gabi Dräger, Elisabeth Menzinger, Wolfgang Fritz und Monika Müller.

Die jungen Tänzerinnen von „Tanzwelt Erding“ begeisterten das Vernissagepublikum mit ihrer anmutigen Performance.

Die Ausstellung

ist bis einschließlich Sonntag, 19. Februar, jeweils von 13 bis 19 Uhr im Frauenkircherl zu sehen. (vev)

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