Stuttgart: Gericht will Diesel-Fahrverbot ab Januar

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Nichts als Ärger haben die Erdinger Polizei und die Innenstadtbewohnern mit so manchen schwer betrunkenen Herbstfestbesucherm, die teils bis in die frühen Morgenstunden weiterfeiern. 2017 könnte das anders werden.

Stadtratsfraktion der Freien Wähler 

Längere Sperrzeit während des Herbstfests?

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Erding – Die Freien Wähler (FW) im Stadtrat wollen die Bewohner der Innenstadt vor Lärm in den Herbstfest-Nächten stützen. Sie beantragen für diese Phase eine Sperrzeit-Verlängerung von 1.30 bis 6 Uhr. Sie greifen dabei eine Kritik von OB Max Gotz auf.

So friedlich das 76. Erdinger Herbstfest verlaufen ist, so deutlich fiel die Kritik von Oberbürgermeister Max Gotz in der Schausteller-Besprechung aus. Der CSU-Politiker kritisierte nicht nur, dass auf der Erdinger Wiesn auch nach Schankschluss noch Getränke verkauft worden seien. Vor allem empörte er sich über das Nachglühen in der Innenstadt. Immer mehr angetrunkene Gäste feiern in der Innenstadt weiter – sehr zum Leidwesen der Anwohner, die um ihren Schlaf gebracht werden (wir berichteten).

Gotz erklärte, dass es so nicht weitergehen könne. Konkrete Maßnahmen nannte er jedoch nicht. Die fordert jetzt die Fraktion der Wähler im Stadtrat. Sprecherin Petra Bauernfeind hat Gotz einen Antrag auf „Erlass einer Sperrzeitverordnung für Gaststätten“ geschickt. Die FW schlagen eine Sperrzeit von 1.30 bis 6 Uhr vor. Gesetzlich fixiert ist eine Sperrstunde von 5 bis 6 Uhr. Darüber hinaus fordert die Fraktion „den konsequenten Vollzug der städtischen Verordnung über die Sperrzeit für Freischankflächen“. Nach dieser, so Bauernfeind, handelten „ein Gast ordnungswidrig, der wissentlich während der Sperrzeit auf einer Freifläche verweilt, sowie der betreffende Gastwirt, der den Verstoß duldet“.

Bauernfeind beruft sich auf den Mahnung von Erdings Polizeichef Anton Altmann an die Festwirte und Standbetreiber, an alkoholisierte Festbesucher keinen weiteren Alkohol auszuschenken. Dieser Appell „würde weitergedacht, wenn auch für die Innenstadt geeignete Maßnahmen zur Befriedung ergriffen würden“.

In der Begründung schreibt die Fraktionschefin, dass das Problem in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen haben. Anwohner hätten „von lauten Unterhaltungen, verbalen Streitigketen, aber auch handfesten Auseinandersetzungen, drastischen Verschmutzungen und öffentlichen sexuellen Handlungen durch zumeist angetrunkene Festgäste“ berichtet. Gefeiert worden sei teils bis in den frühen Morgen. Das hatte auch Gotz moniert.

Die Polizei begrüßt eine längere Sperrstunde grundsätzlich. Bodo Urban, stellvertretender Leiter der Inspektion Erding, sagte auf Anfrage: „Das können wir aufgrund unserer Erfahrungen nur gutheißen.“ Die zeitliche Gestaltung überlasse man aber der Politik.

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