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Strahlende Gesichter bei der Abschlussfeier: die Studierenden des Sommersemesters an der Landwirtschaftsschule Erding mit Semesterleiterin Claudia Jakowatz (r.) und Schulleiter Otto Roski (hinten, 2. v. l.).

Landwirtschaftschule 

Fit in Landbau und Betriebsführung

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Erding/Breitasch – Auf dem Weg zum staatlich geprüften Agrarwirtschafter für Landbau haben 24 junge Männer an der Landwirtschaftsschule Erding eine große Hürde gemeistert. Sie haben das Sommersemester erfolgreich abgeschlossen.

Der Hof der Familie Ernst in Breitasch war Schauplatz der Abschlussfeier des Sommersemesters der Landwirtschaftsschule Erding. Die Studierenden nahmen den Vollerwerbsbetrieb ihres Semesterkollegen Stefan Ernst unter die Lupe und sammelten dabei wertvolle Anregungen für ihre eigenen Betriebe. Nach der Zeugnisverteilung waren alle froh, das Ziel erreicht zu haben und freuten sich auf die semesterfreie Zeit bis zum Schulbeginn im Herbst.

„Ohne ausreichende Qualifikation ist eine erfolgreiche Betriebsführung in der Landwirtschaft nicht möglich“, sagte Semesterleiterin Claudia Jakowatz bei der Zeugnisvergabe. Sie betonte, dass die Studierendenzahlen im Sommersemester mit 24 jungen Männern an der Landwirtschaftsschule weiterhin stabil seien. 13 von ihnen kommen aus dem Landkreis Erding, fünf aus Ebersberg, drei aus München, zwei aus Freising und einer aus Mühldorf.

Das Sommersemester ist das zweite von drei Semestern an der Landwirtschaftsschule. Die Lerninhalte werden bei Praxistagen in Pflanzenbau, Tierhaltung und Ökologischer Landbau vermittelt. Auch ein Buchführungsabschluss für den eigenen Betrieb wird erstellt. Mit der praktischen Arbeitsunterweisung eines Auszubildenden legten die angehenden Betriebsleiter bereits einen Teil der Meisterprüfung ab. Dabei mussten sie viel pädagogisches Geschick beweisen, schließlich waren eine umfassende Planung und Durchführung der praktischen Unterweisung des Lehrlings gefordert. „Vor kurzem war ich noch auf der anderen Seite als Lehrling unterwegs – das war schon einfacher“, sagte ein Studierender zu den Aufgaben. Dazu gehörten das Abdrehen einer Sämaschine oder das Auslitern einer Pflanzenschutzspritze.

In einer Semesterarbeit durchleuchteten die Studierenden den eigenen Betrieb. Dabei mussten sie die Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital sowie die Produktionsverfahren detailliert beschreiben und bewerten. „Nun habe ich endlich einen Überblick über die Stärken und Schwächen der Produktionsabläufe auf dem eigenen Betrieb und über die dabei anfallenden Kosten gewonnen“, sagte ein Studierender. Dass es nicht auf die Größe des Traktors ankommt, sondern auf die Auslastung haben die jungen Männer durch einen Vergleich ihrer eigenen Maschinenkosten mit dem überbetrieblichen Maschinenring-Aufwand aufgedeckt.

„Die eigenen Schwachstellen zu erkennen und zu verbessern, das zeichnet den erfolgreichen Landwirt aus“, betonten die Lehrkräfte unisono. Dies müssen die Studierenden im dritten Semester umsetzen. Neben dem regulären Schulbetrieb mit zwei Semestern startet im Herbst auch wieder ein Praxisjahr als Vorbereitung für den Schulbesuch. Infos dazu gibt es am AELF in Erding unter Tel. (0 81 22) 4 80-0.  

Die Studierenden

Franz Adlberger aus Bockhorn, Kilian Angermaier aus Taufkirchen, Andreas Bachinger aus Ismaning, Johannes Bart aus Fraunberg, Johannes Büchler aus Freising, Stefan Ernst aus Breitasch, Martin Höher aus Kirchseeon, Anton Huber aus Walpertskirchen, Niklas Kappert aus Vaterstetten, Markus Mohaupt aus Zorneding, Bernhard Mäusl aus Moosach, Thomas Nunberger aus Moosinning, Robert Ostermaier aus Taufkirchen, Roman Rackl aus Pastetten,Thomas Reischenbeck aus Hohenlinden, Nikolaus Schatz aus Dorfen, Christian Scherer aus Ottenhofen, Bernhard Stellner aus Kirchdorf, Sebastian Stemmer aus Oberding, Andreas Stenz aus Aschheim, Stefan Zehetmair aus Unterföhring.

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