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Kostenlos ins kühle Nass? Während das für unter 18-Jährige in den Münchner Bädern heuer möglich ist, wird im Waldbad Taufkirchen (Foto) noch nicht darüber nachgedacht. Auch in den Freibädern in Erding und Dorfen ist das (noch) kein Thema. 

Freier Freibadeintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Kein Planschen zum Nulltarif im Landkreis

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Gratis-Baden in den Freibädern: Was die Stadt München heuer erstmals vormacht, ist im Landkreis Erding (derzeit) kein Thema.

Landkreis – In München dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ab Mai kostenlos in die acht städtischen Freibäder. Das haben OB Dieter Reiter (SPD) und Zweiter Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU) entschieden. Zwei Gründe: München wird für Familien immer teurer. Und: Mehr Kinder sollen wieder Schwimmen lernen. Denn laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017 kann ein Großteil der Zehnjährigen, nämlich 59 Prozent, nicht oder nur sehr schlecht schwimmen. Lösungsvorschlag: freier Eintritt fürs Freibad? Im Landkreis Erding können sich das die Bäderbetreiber bislang schwer vorstellen.

Freibad Erding

Eintrittspreise: Tageskarte (6 bis 14 Jahre): 2 Euro; ab 15 Jahren: 3,80 Euro; Erwachsene: 4,80 Euro; Familienkarte (maximal ein Elternpaar und vier Kinder): 10 Euro; Saisonkarte für Familien: 150 Euro.

Immer weniger Kinder lernen schwimmen: „Dieses Problem besteht schon seit vielen Jahren“, sagt Robert Maier von den Stadtwerken Erding. Möglicherweise könnte die Maßnahme „Kostenloser Eintritt in Freibäder“ daran etwas ändern? „Darüber kann ich keine Aussage treffen“, sagt Maier und verteidigt die Erdinger Eintrittspreise: „Kinder unter sechs Jahren sind frei, und Sechs- bis 14-Jährige zahlen zwei Euro.“ Ein kostenloser Freibadeintritt wie in München war bei den Erdinger Stadtwerken bislang noch nicht Thema, darüber müsste außerdem der Stadtrat entscheiden, sagt Maier.

Waldbad Taufkirchen

Eintrittspreise: Tageskarte (6 bis 16 Jahre): 2,50 Euro; ab 16 Jahren: 4,50 Euro; Familienkarte: 8,50 Euro; Saisonkarte für Familien: 140 Euro. Ob es im Waldbad Taufkirchen freien Eintritt für unter 18-Jährige gibt, das sei eine politische Entscheidung, erklärt Martin Bauer von der Gemeinde Taufkirchen.

Seine Kollegin Verena Held spricht sich eher gegen den kostenlosen Freibadeintritt aus, denn: „Beim Waldbad zahlt die Gemeinde sowieso schon viel drauf.“ Martin Bauer rechnet vor: Im Jahr 2017 lagen die Ausgaben fürs Waldbad bei 650 000 Euro. Nur knapp 40 Prozent davon – also rund 230 000 – wurden durch Eintrittsgelder finanziert, den Rest zahlte die Gemeinde.

Zudem weist Held darauf hin, dass das Waldbad-Gebäude erst vor zwei Jahren neu gebaut wurde, die Eintrittspreise seien aber konstant geblieben. „Wir schauen, dass im Freibad alles tipptop ist, die Eintrittsgelder sind da nur ein kleiner Unkostenbeitrag.“

Freibad Dorfen

Eintrittspreise: Tageskarte für Schwimmer von 6 bis 16 Jahren: 2 Euro; ab 16 Jahren: 3,50 Euro; Familienkarte: 7 Euro; Saisonkarte für Familien (mit Kindern bis 16): 120 Euro.

Freier Eintritt im Dorfener Freibad? Für Stadtwerke-Pressesprecher Georg Seitz ist das undenkbar: „In Dorfen kann ich mir das nicht vorstellen. Entscheidend ist da wohl auch die Finanzkraft – und die der Landeshauptstadt ist dann doch größer als die Dorfener.“ Außerdem begründet er: „Wir haben eh noch relativ humane Preise für Familien. Zwei Euro für eine Tageskarte sind ja nicht so viel.“

Er habe zwar schon gehört, dass immer weniger Kinder schwimmen können. „Aber das liegt wohl eher daran, dass sie sich immer weniger bewegen.“ Ein anderes Beispiel sei, dass Kinder nicht mehr auf Bäume kraxeln. Seitz glaubt deshalb nicht, dass mehr Kinder – bei kostenlosem Eintritt – ins Freibad kommen würden. „Das Eintrittsgeld ist da nicht entscheidend, unsere Preise können sich Familien leisten.“

In München läuft das Pilotprojekt zunächst eine Freibadsaison. Bislang ist noch nicht klar, welche Mehrkosten damit auf die Münchner Stadtwerke zukommen.

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