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Die neue Mitarbeiterin für die offene Jugendarbeit , Emi Hatellari (M.) stellten Martine Drießen und KJR-Geschäftsführer Reinhard Egger vor. 

Landkreis Erding: Jugendarbeit startet wieder durch

  • Hans Moritz
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Die Jugendarbeit im Landkreis Erding darf wieder loslegen. Darüber freuen sich nicht nur die Jugendlichen, sondern alle Verantwortlichen, wie der Kreisjugendring. 

Erding– Die Jugendarbeit im Landkreis Erding darf wieder loslegen. Darüber freuen sich nicht nur die Jugendlichen, sondern auch alle Verantwortlichen der Jugendarbeit, so auch der Kreisjugendring Erding (KJR).

Auch für Jugendtreffs, Jugendzentren und Jugendräume ist die A-H-A Regel (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske) alles andere als eine Lachnummer. „Wir machen das doch ehrenamtlich, freiwillig, wir sind doch unter uns, wir kennen uns“: „Diese Haltung sei nicht das Kriterium, sondern zur Zeit gefährlich“, stellt KJR-Geschäftsführer Reinhard Egger fest.

Deshalb lud der KJR kurzfristig zu einem Seminar ein, um alle in der Jugendarbeit Tätigen über die Hygieneregeln aufzuklären. Egger konnte dazu 14 Besucher begrüßen, ehren- wie hauptamtliche Leiter von Jugendtreffs und Jugendzentren, sowie die Jugendreferenten Ulla Dieckmann, Marlene Pawelczyk und Simon Grandinger.

Emi Hatellari, die neue Fachkraft des KJR für Offene Jugendarbeit, nutzte die Gelegenheit, sich vorzustellen, ihre Unterstützung anzubieten und sich mit allen zu vernetzen.

Hatellari hat in ihrem Heimatland Albanien Abitur gemacht. Danach erwarb sie an der Universität Tirana den Master als Sozialpädagogin. In Deutschland absolvierte sie eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegehelferin und sattelte an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München noch ein internationales Brückenseminar Soziale Arbeit drauf. Die 29-Jährige ist seit 15. März beim Kreisjugendring angestellt, nachdem sie zuletzt beim Dorfener Jugendtreff mitgearbeitet hatte und nun auch in Deutschland als Sozialpädagogin anerkannt ist.

Seit Mitte März ist sie beim KJR Erding angestellt. „Sie ist hoch motiviert und eine echte Bereicherung“, lobt Egger. Dabei habe Hatellari keinen leichten Start gehabt: „Es waren ja alle Einrichtungen geschlossen, der Kontakt war erheblich erschwert“, berichtet der Geschäftsführer. Dabei ist die Albanerin sehr kontaktfreudig. Und das muss sie auch sein. Egger erklärt, dass Hatellari die offene Jugendarbeit im Landkreis voranbringen, Vereine und Gemeinden beim Aufbau und Betrieb von Jugendtreffs beraten und begleiten solle.

Martine Drießen, ehemalige Mitarbeiterin des KJR und Stadtjugendpflegerin in Dorfen, stellte sehr lebendig ein mögliches Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept für Jugendtreffs und Jugendzentren vor. In der Verantwortung stehen die Träger der Einrichtung beziehungsweise die Anbieter von Maßnahmen und Aktivitäten. „Sie müssen dafür sorgen, dass die landesweit geltenden Maßnahmen und Vorschriften eingehalten werden und auch die entsprechenden Materialien dafür bereitstellen“, so Drießen.

Der Mindestabstand müsse eingehalten, eine maximale Besucheranzahl sichergestellt werden. Masken seien Plicht. Auf regelmäßige Lüftung sei ebenso zu achten wie auf Desinfektion. Der Verkauf von offenen Speisen und Getränken ist laut Drießen bis auf Weiteres nicht erlaubt. „Natürlich müssen auch die Mitarbeiter mit Schutzausrüstung versorgt werden, eingewiesen und geschult werden“, stellte sie klar.

Alle Teilnehmer zeigten sich glücklich, mit mehr Sicherheit und Mut wieder in die direkte offene Jugendarbeit einzusteigen.

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