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Die Erdinger Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten weiter erheblich wachsen.

Landkreis Erding wird weiter wachsen

In 20 Jahren 150 000 Bürger

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Beliebtes Erdinger Land: Die Region wird in den nächsten 20 Jahren um gut 12 000 Einwohner wachsen. Zugleich wird sie aber erheblich altern, während die Zahl der unter 18-Jährigen bis 2029 nahezu stagniert.

Erding – Dies hat die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamtes ergeben. Der Anteil der Menschen, die 65 oder älter sind, wird demzufolge bis 2039 um satte 60 Prozent zunehmen.

1999 lebten im Landkreis 113 500 Menschen, 20 Jahre später waren es 138 000 Einwohner. Voriges Jahr wurden 138 800 gezählt. In zehn Jahren werden es 145 600 sein, 2039 dann 150 000. Damit liegt Erding beim prozentualen Wachstum über dem bayerischen und oberbayerischen Mittelwert.

Bislang gilt das Erdinger Land als relativ junge Region. Das wird sich stark ändern. Der Anteil der Minderjährigen nimmt zwar nach Berechnungen des Statistik-Landesamtes um fünf Prozent zu. Der Anteil der 18- bis 40-Jährigen wird allerdings um rund fünf Prozent abnehmen, der der 40- bis 65-Jährigen um drei Prozent.

In der Stadt Erding findet das Wachstum in allen Altersgruppen statt, aber stark überproportional wiederum bei den Rentnern. Die Einwohnerzahl soll von 36 400 im Jahre 2017 und 37 300 im Vorjahr bis 2037 auf 42 000 wachsen.

In Dorfen werden es 2037 etwa 15 700 Bürger sein, nachdem es im Vorjahr 14 800 und 2017 14 700 waren. Hier nimmt der Anteil der unter 18-Jährigen um sieben Prozent zu, der der 18-bis 65-Jährigen hingegen um acht Prozent ab. Der starke Alterungsprozess findet also auch in der Isenstadt statt, so die Statistiker.

Taufkirchen zählte 2017 10 100 Einwohner und voriges Jahr 10 400. 2037 sollen es dann 11 700 sein. Zu diesem Zeitpunkt dürften in Wartenberg 6100 Menschen leben, 2017 waren es 5400 und voriges Jahr 5600.

Diese Aussagen sind wichtig für die Planungen von Gemeinden und Landkreisen – etwa neue Schulen oder Kindergärten. Auch das Jugendamt hat unlängst mitgeteilt, dass die Zahl der Kinder vorerst nicht mehr nennenswert steigen dürfte (wir berichteten).

Dennoch plant etwa die Stadt Erding eine neue Kita. Sie reagiert damit auf das Entstehen neuer Baugebiete am Poststadel/B 388 sowie am Thermengarten.

Beim Wachstum profitiert der Landkreis von seiner Nähe zu München. Denn vor allem die Großstädte und ihr Umland bescheren dem Freistaat weiter eine hohe Dynamik. Er soll in den nächsten 20 Jahren um 420 000 Einwohner auf 13,6 Millionen wachsen, ein Plus von 3,2 Prozent. In den ländlichen Regionen rechnet das Landesamt mit einer Stagnation, wenn nicht sogar einem Rückgang. Gebremst werden dürfte die Dynamik über Jahre von der Corona-Krise – es wird deutlich weniger Zuwanderung stattfinden.

ham

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