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Gemeinsam gegen die Schweinepest (v. l.): Jakob Maier, Kreisbäuerin Irmgard Posch, BBV-Wald- und Jagdreferent Johann Koch, Dr. Karin Deischl, Dr. Karl Löw, und BBV-Geschäftsführer Gerhard Stock. 

Landkreis Lengdorf

Bauern mahnen zur Vorsicht

Bei zwei Wildschweinen in Belgien wurde der ASP-Virus festgestellt, was die Landwirten und Jägern Sorgen bereitet. 

LengdorfAuch wenn sie für Menschen ungefährlich ist: Landwirten und Jägern im Landkreis bereitet der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im benachbarten Belgien ernsthafte Sorgen. Bei zwei Wildschweinen wurde dort das ASP-Virus festgestellt. Bei einer Infoveranstaltung in Lengdorf zeigten Veterinärdirektorin Dr. Karin Deischl und Dr. Karl Löw vom Veterinäramt Erding den Maßnahmenkatalog bei einem Ausbruch der Seuche auf.

Ihre Auskunft: Neben der Errichtung von Sperrbezirken und anderen Vorsichtsmaßnahmen mit Verbringungsverboten von Tieren müssten in den betroffenen Gebieten die Hausschweinebestände gekeult und die Schwarzwildbestände radikal reduziert werden. BBV-Kreisobmann Jakob Maier und die Vertreter des Veterinäramtes appellierten an die Zuhörer, alle möglichen Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um einen Ausbruch im Landkreis Erding zu verhindern. Eine effektive Bejagung der Schwarzwildbestände stellte BBV-Wald- und Jagdreferent Johann Koch in den Mittelpunkt seines Vortrages.

Einig waren sich alle darin, dass Besonnenheit, Informationsaustausch und konstruktive Zusammenarbeit von Veterinärbehörden, Landwirten und Jägern derzeit das Mittel der Wahl sei.

Maier erklärt, dass der Bundestag wegen der Bedrohung durch die ASP einige Gesetze geändert habe. So sei die Möglichkeit geschaffen worden, zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen Gebiete abzusperren oder zu umzäunen, den Personen- und Fahrzeugverkehr zu beschränken, eine verstärkte Bejagung anzuordnen oder die Jagd zu beschränken oder zu verbieten, die Suche nach verendetem Wild anzuordnen, die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen zu beschränken oder das Anlegen von Jagdschneisen anzuordnen.

Insbesondere für Nutzungsbeschränkungen und -verbote, auch infolge von Absperrungen, bestehe Anspruch auf Entschädigung, betont Maier. Die Bundesländer sollen zusätzlich zur Bekämpfung von Tierseuchen auch Ausnahmen vom Muttertierschutz bei der Jagd, unter anderem auf Wildschweine, bestimmen können.  

red

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